Schwerpunkteinsatz

Große Drogen-Kontrollen auf dem Berliner Ring

Ein Schwerpunkt ist Schönefeld. „Es ist erschreckend ,wie viele Leute alkoholisiert und unter Drogen Auto fahren“, sagt ein Polizist.

Bei einer groß angelegten Verkehrskontrolle am Berliner Ring haben sich Berliner und Brandenburger Polizei auf die Suche nach Drogenkonsum hinter dem Steuer gemacht.

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Schönefeld. In den frühen Montagmorgenstunden ist die Brandenburger Polizei zu einer Drogen-Großkontrolle auf dem Berliner Ring ausgerückt. An mehreren Stellen führten die Beamten Kontrollen durch. Schwerpunkt des Einsatzes war die Gemeinde Schönefeld. Dabei fielen mehrere Autofahrer auf.

„Es ist erschreckend, wie viele Leute an einem Montagmorgen alkoholisiert und unter Drogen Auto fahren“, sagte ein Beamter der Berliner Morgenpost. Bereits nach zwei Stunden waren den Beamten 14 Autofahrer ins Netz gegangen, die nicht mehr in der Lage waren, ein Fahrzeug zu führen. Darunter etwa ein Mann, der Kokain konsumiert hatte und bei der Kontrolle massive Ausfallerscheinung zeigte. Der Mann war etwa nicht mehr in der Lage, einfache Koordinationstests zu bestehen. „Und solche Leute fahren mit hoher Geschwindigkeit im Berufsverkehr auf der Autobahn“, sagte ein Polizist.

Drogenkonsum in Berlin liegt auf Zehnjahreshoch

Der Hauptkontrollpunkt lag an der Raststätte Waldeck Ost an der Autobahn 117. Für die Zeit der Kontrolle wurde die Autobahn gesperrt und der Verkehr durch eine Stelle auf dem Rastplatz umgeleitet. Jedes Auto konnte so von den Polizisten in Augenschein genommen werden.

Viele mussten anhalten und wurden genauer kontrolliert. Vor Ort stand auch ein Zelt, wo Atem­alkohol- und Speicheltests durchgeführt wurden. Auch Blut wurden vor Ort entnommen. Neben der Polizei waren auch eine Ärztin und eine forensische Toxikologin vor Ort. „Für alle Beteiligten ist so ein Einsatz auch wichtig, um zu lernen“, sagte Einsatzleiter Thomas Förster der Berliner Morgenpost. Normalerweise seien etwa keine Ärzte oder Forensiker vor Ort.

Die Brandenburger setzen sich dafür ein, dass in allen Inspektionen und länderübergreifend die gleichen Kon­trollmechanismen zum Einsatz kommen. Mit diesem standardisierten Fahrtüchtigkeitstest (SFT) soll jeder Beamte herausfinden können, ob der Autofahrer unter Drogen- oder Alkoholeinfluss steht.

Hintergrund des Schwerpunkteinsatzes war der gestiegene Drogenkonsum in der Bevölkerung. In Berlin liegt der auf einem Zehnjahreshoch. Nach Informationen der Berliner Morgenpost hat die Polizeidirektion Süd, in deren Zuständigkeit der Einsatz fiel, allein bis Juli dieses Jahres schon 543 Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, die unter Drogeneinfluss standen. Im gesamten Jahr 2017 waren es 621. Bei der Kontrolle am Montag erwischte die Polizei 23 Autofahrer, die unter Drogen-, und sechs, die unter Alkoholeinfluss unterwegs waren. „Am Montag haben viele noch Drogen und Alkohol vom Wochenende im Blut“, sagte ein Beamter.