Wird der Spreewald bald zum brandenburgischen Texas? Davon ist die Gegend im Südosten Berlins noch weit entfernt. Dennoch kommen die Pläne für eine Erdölförderung in der Niederlausitz voran. Das Landesamt für Bergbau, Rohstoffe und Geologie in Cottbus hat der Firma CEP Central European Petroleum die Bewilligung erteilt, bei Guhlen im Landkreis Dahme-Spreewald Erdöl und Erdgas zu fördern. Das hat das deutsch-kanadische Unternehmen am Dienstag bekannt gegeben.

Demnach darf die Erdöl-Firma auf einer 330 Quadratkilometer großen Fläche in der Nähe des Schwielochsees das "schwarze Gold" aus dem Erdreich holen. Probebohrungen von CEP hatten in den vergangenen Jahren ergeben, dass in dem Gebiet in rund 2400 Metern tiefe größere Erdölvorkommen lagern. Die Rede ist von etwa 250 Millionen Barrel Öl, das sind 40 Milliarden Liter.

Starten darf die Förderung noch nicht

"Wir freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit in den nächsten 30 Jahren und streben weiterhin eine gute Nachbarschaft an“, sagte Jaap Bouwman, einer der Gründer von CEP nach dem Erhalt der Genehmigung.

Los geht die Förderung trotz der Erlaubnis jedoch noch lange nicht. Zuvor muss noch ein Raumordnungsverfahren und ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Dieser Prozess ziehe sich voraussichtlich über mehrere Jahre hin, teilte das Unternehmen mit.

CEP vermutet zudem auch in der Märkischen Heide beim Ort Krugau Erdölvorkommen. Auch dort laufen derzeit Testbohrungen.

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cla