Potsdam

Muslime dürfen Biosphäre für Freitagsgebet nutzen

Wegen Platznot in einer Moschee in Potsdam durften die Gläubigen am Freitag die Orangerie in der Biosphäre als Gebetsraum nutzen.

Muslime beten am Freitag erstmals in der begrünten Orangerie der "Biosphäre" in Potsdam

Muslime beten am Freitag erstmals in der begrünten Orangerie der "Biosphäre" in Potsdam

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Erstmals haben Potsdamer Muslime das Freitagsgebet in der Orangerie der Biosphäre abgehalten. Die al-Farouk-Moschee in der brandenburgischen Hauptstadt ist zu klein geworden. Deshalb versammelten sich die rund 350 Muslime am Freitag inmitten der Pflanzenlandschaft der Tropenhalle.

Die Zahl der Teilnehmer war leicht niedriger als in den vergangenen Monaten, als sich meist 400 bis 500 Menschen in der viel zu kleinen Moschee am Gemeindezentrum versammelt hatten. Weil über Monate viele Gläubige auf der Straße beten mussten, hatte die Stadt der Gemeinde die Orangerie als Ausweichquartier über den Winter angeboten.

Zuvor hatte es Proteste der rechtspopulistischen AfD gegeben. Für Aufsehen sorgte zuletzt, dass Unbekannte die Potsdamer Moschee mit einem Schweinekopf geschändet hatten.

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