Kunstsammlung

Das Museum Barberini in Potsdam öffnet im Januar

Das Potsdamer Haus startet mit einer Impressionistenschau – und einer neuer Chefin.

Die neue Direktorin des Museums Barberini, Ortrud Westheider, und der Kunstmäzen Hasso Plattner stellen am Donnerstag das Konzept der ersten Ausstellung vor

Die neue Direktorin des Museums Barberini, Ortrud Westheider, und der Kunstmäzen Hasso Plattner stellen am Donnerstag das Konzept der ersten Ausstellung vor

Foto: Bernd Settnik / dpa

Potsdam.  Das neue Potsdamer Kunstmuseum Barberini öffnet am 23. Januar 2017 mit einer Impressionistenschau. Erstmalig werden in Europa Exponate aus der Privatsammlung des Kunstmäzens und Software-Milliardärs Hasso Plattner gezeigt. „Ergänzt wird die Schau durch Leihgaben aus der ganzen Welt“, kündigte die neue Direktorin des Hauses, Ortrud Westheider, am Donnerstag an. „Wir wollen Ausstellungen zeigen, die Kunstinteressierte aus der ganzen Welt ansprechen“, betonte Plattner, dessen Stiftung für den Wiederaufbau des Hauses sorgte.

Mit dem Aufbau eines neuen Museums kennt sich Ortrud Westheider (51) bereits aus. Sie leitete seit 2006 das Bucerius Kunst Forum in Hamburg. Seit 2002 bereitete sie im Haus die Gründung mit vor. Die Kunsthistorikerin sorgte dort unter anderem für Ausstellungen zu Frida Kahlo, William Turner oder auch Pablo Picasso. Im Sommer des vergangenen Jahres wurde sie als Direktorin des neu entstehenden Museums Barberini angekündigt.

Stationen in Bremen, Münster und Hamburg

Westheider tritt erst jetzt ihr Amt als Museumschefin an, weil sie einen reibungslosen Wechsel in Hamburg wollte. Die neue Aufgabe bezeichnete sie in einer ersten Reaktion als „einmalige Chance“. Westheider stammt aus Westfalen. Sie studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Literaturwissenschaft. Der Maler Max Beckmann war Thema ihrer Promotion. Sie arbeitete in der Gemäldegalerie Alte Meister in Bremen sowie im Westfälischen Landesmuseum Münster.

Das Palais Barberini entstand in den Jahren 1771/72. Der Preußenkönig Friedrich II. (1712–1786) ließ es erbauen. Als Vorbild hatte er einen römischen Palast vor Augen. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Barockbau allerdings stark beschädigt und später abgerissen. Das neue Gebäude – außen historisch gestaltet und innen modern gehalten – entsteht seit 2013 in unmittelbarer Nähe des ebenfalls wiederaufgebauten Stadtschlosses, in dem der Landtag residiert. Es verfügt über 2800 Quadratmeter für Ausstellungen und Veranstaltungen.

Plattner nennt Arbeiten von Renoir und Monet sein eigen

Künftig soll das Museum die Kunstsammlung des Mäzens und Software-Milliardärs Hasso Plattner zeigen. Dazu gehören 80 DDR-Kunstwerke. Ausgestellt werden von Zeit zu Zeit auch Stücke aus seiner Privatsammlung mit Arbeiten von Monet oder Renoir. Das Museumsprojekt wird von der Hasso Plattner Förderstiftung finanziert. Zu den Kosten gibt es keine Angaben.