Kriminalität

Polizei und Wirtschaft schließen Sicherheitspartnerschaft

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Gudrun Mallwitz

Brandenburgs Wirtschaftsunternehmen setzen auf eine Sicherheitsheitpartnerschaft mit der Polizei. In Berlin gibt es das schon seit 2010.

Potsdam.  Nach dem Vorbild Berlins haben Polizei und Wirtschaft jetzt auch im Land Brandenburg eine Sicherheitspartnerschaft zur Bekämpfung der Wirtschafts-, Eigentums- und Gewaltkriminalität geschlossen.

Wie Potsdams Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke und der Verband für Sicherheit in der Wirtschaft Berlin-Brandenburg e. V. (VSW-BB) am Montag bekannt gaben, soll eine Koordinierungsgruppe aus Vertretern der Polizei Brandenburgs sowie ausgewählter Mitgliedsunternehmen des Verbandes viermal im Jahr zusammenkommen.

Ziel sei es, fachliche Erkenntnisse und Informationsmaterialien auszutauschen und gemeinsame Veranstaltungen zu organisieren. In Berlin gibt es bereits seit 2010 eine solche Sicherheitspartnerschaft. Der Verband, die Industrie- und Handelskammer (IHK) die Polizei und der Verfassungsschutz tauschen sich in der Hauptstadt regelmäßig aus. „Wirtschaftsunternehmen können über den Verband ihre Probleme äußern, die Polizei erläutert aktuelle Lagebilder“, sagt Jonathan Strelow vom Verband auf Anfrage. Es gehe dabei zum Beispiel um Themen wie die Sprengung von Geldautomaten oder angezündete Firmenfahrzeuge.

In Brandenburg soll das erste Treffen in den kommenden zwei bis drei Monaten stattfinden. „Der Nutzen für beide Seiten liegt auf der Hand,“ sagte Potsdams Polizeipräsident Mörke. „Wir werden den Verband über Wirtschaftskriminalität und andere Kriminalitätsphänomene informieren. Dessen Mitgliedsunternehmen können dann adäquat mit verschiedenen Präventionsstrategien reagieren.“

Um den Wirtschaftsstandort Brandenburg für die Zukunft zu stärken und zu sichern sei es bedeutsam, eine stabile Sicherheitslage zu gewährleisten. Dazu zähle unter anderem der Schutz vor Wirtschaftsspionage, Marken- und Produktpiraterie, Produkterpressung, Metalldiebstahl.

Torsten Merke, Präsident des Verbandes für Sicherheit in der Wirtschaft Berlin-Brandenburg, verspricht sich von der Zusammenarbeit auch eine schnellere Kommunikation, die der Prävention vor Wirtschaftskriminalität diene.

Der Verband für Sicherheit in der Wirtschaft Berlin-Brandenburg e.V. wurde im August 2010 von führenden Unternehmen gegründet, um die Sicherheitsinteressen der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg zu vertreten. Er hat nach eigenen Angaben 30 Mitglieder. Jüngst kamen zwei aus Brandenburg dazu: Das Chemieunternehmen BASF Schwarzheide in der Lausitz und der Drohnenhersteller Sitebots in Velten (Oberhavel). Der Betrieb entwickelt und baut Flugrobotersysteme für Luftbildaufnahmen, Bauwerks- und Geländevermessungen sowie Gas- und Temperaturmessungen.