Pegida

Polizei zu Potsdamer Krawallen: „Neue Dimension von Gewalt“

Erst verlief alles friedlich, der „Abendspaziergang“ der Pegida-Anhänger in Potsdam wird verhindert. Dann fliegen Steine und Böller.

Potsdam hat nach Einschätzung der Polizei bei den Krawallen gegen Pegida-Anhänger am Montagabend eine „neue Dimension von Gewalt“ erlebt. „Es gab Familien, die mit Kinderwagen kamen und plötzlich Hass entwickelten gegenüber den Versammlungsteilnehmern“, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Die Polizei sprach von regelrechter Agitation bei einem ursprünglich friedlichen Konzert von Gegnern der rechten Demo. „Es kam zu einer Aufstachelung. Irgendwann hat der Erste Steine geworfen, und andere haben dann mitgemacht.“

Der Potsdamer Pegida-Ableger hatte zum „Abendspaziergang“ eingeladen. Dagegen hatten mehrere hundert Menschen in der Potsdamer Innenstadt friedlich protestiert. Später gab es dann Ausschreitungen. Die Polizei ordnet die Gruppe der Angreifer dem linken Spektrum zu.

Gegendemonstranten warfen Flaschen, Steine, große Böller und Schneebälle mit Steinen im Inneren auf Pegida-Sympathisanten, die von der Polizei zum Bahnhof geleitet wurden. Beamte setzten Pfefferspray ein, zwei zusätzliche Einsatzhundertschaften wurden nach Potsdam beordert. Nach ersten Erkenntnissen wurden sieben Beamte verletzt. Die Polizei ermittelt nach sieben Anzeigen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und schweren Landfriedensbruchs. Pegida plant für Mittwoch nächster Woche erneut eine Kundgebung in Potsdam.

Auch in Leipzig kam es am Rande der "Legida"-Demonstration zu Ausschreitungen.