Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (beide SPD) haben am Mittwoch das von der Schließung bedrohte Instandhaltungswerk Eberswalde (Barnim) besucht. Beide Politiker nahmen an der Belegschaftsversammlung teil. Der Regierungschef kündigte an, sich für die Zukunft des Werkes einzusetzen. Er werde mit allen reden, die zum Erhalt „dieses wichtigen Industriestandortes“ beitragen können. Dies gelte auch für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): „Da die Kanzlerin eine Person ist, die ein wichtiges Wort bei dieser Frage mitreden kann, gehört sie ausdrücklich dazu“, sagte Woidke dem Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB).

Die Regierung sei bereit, für den Erhalt des Werkes „bis an die Grenzen“ zu gehen, sagte Woidke weiter. Er hoffe, „dass auch die Bahn ihren Beitrag leistet, um dann eine Fortführung oder einen Neustart mit einem neuen Investor zu ermöglichen“. Die Beschäftigten setzen ihre Hoffnung auf den 11. Dezember, wie der Betriebsrat mitteilte. An dem Tag sei ein Gespräch mit Bahnchef Rüdiger Grube geplant. Die „Märkische Oderzeitung“ hatte berichtet, dass der Konzern bereits entschieden habe, das Instandhaltungswerk zu schließen. Seit einem Jahr ist für die rund 360 Mitarbeiter unklar, ob und wie das Werk weiterbetrieben werden soll. Die Bahn teilte mit, die Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen .

gma