Eisenhüttenstadt

Asylbewerber schwitzen in Brandenburg in Zeltstädten

Temperaturen um die 30 Grad machen den Flüchtlingen, die in Zelten untergebracht sind, zu schaffen.

DRK-Kräfte bauen am in Eisenhüttenstadt (Brandenburg) Zelte als Notunterkünfte für Flüchtlinge auf

DRK-Kräfte bauen am in Eisenhüttenstadt (Brandenburg) Zelte als Notunterkünfte für Flüchtlinge auf

Foto: Bernd Settnik / dpa

Temperaturen um die 30 Grad machen den Flüchtlingen, die in Zelten untergebracht sind, zu schaffen. Darin sei es ziemlich warm, sagte Frank Nürnberger, Leiter der Zentralen Erstaufnahmestelle des Landes Brandenburg. „Begeistert ist niemand.“ In Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) gibt es zwei Zeltstädte. Die erste Zeltstadt mit 36 Zelten, aufgebaut Mitte Juli, sei gut gefüllt mit mehr als 350 alleinreisenden Männern.

In der Erstaufnahme stellen Flüchtlinge einen Asylantrag und werden gesundheitlich untersucht. Nach etwa vier Wochen werden sie auf Kommunen und Landkreise verteilt. Derzeit kommen die meisten Flüchtlinge aus Syrien und Albanien.

In der zweiten Zeltstadt mit 500 Plätzen - auf einem anderen Gelände - wohnten am Montag erst gut 20 Flüchtlinge. Sie werden vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betreut. Die Hilfsorganisation rechnet damit, dass die zweite Zeltstadt Ende nächster Woche komplett belegt sein wird.

„Zelte sind keine optimale Lösung“

Mit Blick auf die heißen Temperaturen sagte ein Sprecher: „Zelte sind keine optimale Lösung.“ Die Flüchtlinge würden aber ausreichend mit Wasser versorgt. Klagen hinsichtlich der Verpflegung seien nicht bekannt. Derzeit arbeiteten zehn Helfer auf dem Gelände.

Die AOK Nordost riet in einer Mitteilung, bei diesem Wetter viel zu trinken und leichte Kleidung zu tragen. Auf schweres Essen sowie Sport bei Mittagshitze sollte verzichtet werden.

Höchste Waldbrandwarnstufe in Brandenburg

In Brandenburg galt am Montag in Barnim und Märkisch-Oderland die höchste Waldbrandwarnstufe fünf. Seit Jahresbeginn brannte es landesweit rund 230 Mal. Betroffen war eine Fläche von etwa 300 Hektar, wie der Waldbrandschutz-Beauftragte Raimund Engel sagte.

„Brandenburgs Wälder bestehen zu 70 Prozent aus Kiefern, die besonders anfällig für Waldbrände sind“, sagte Benjamin Raschke, umweltpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Der Wald müsse schneller umgebaut werden.

Für Dienstag kündigte der Deutsche Wetterdienst für Berlin und Brandenburg erneut Höchstwerte zwischen 33 und 36 Grad an. Der Meteorologe sagte am Montag in Potsdam, nach einer leichten Abkühlung am Mittwoch erreichten die Temperaturen in der zweiten Wochenhälfte wieder Werte von mehr als 30 Grad.