Prozess

14-Jährige von Chat-Freund erstochen - Plädoyer verschoben

Dem 21-Jährigen wird vorgeworfen, seine 14 Jahre alte Internetbekanntschaft mit 78 Messerstichen getötet zu haben. Diese hatte den Kontakt zu ihm abbrechen wollen. Der Prozess verzögert sich.

Foto: Oliver Mehlis / dpa

Im Cottbuser Mordprozess um den grausamen Tod einer Schülerin bei Berlin will die Verteidigung entgegen den bisherigen Planungen erst Ende des Monats ihr Plädoyer halten. Am Dienstag fehlte in der Verhandlung einer der beiden Anwälte des Angeklagten. Man wolle gemeinsam plädieren, hieß es zur Begründung für die Verschiebung. Der nächste Verhandlungstag am Landgericht Cottbus ist der 27. April.

Der angeklagte 21 Jahre alte Mann aus Lohmar in Nordrhein-Westfalen soll seine Internetbekanntschaft im November 2013 mit 78 Messerstichen in Eichwalde (Dahme-Spreewald) umgebracht haben, weil die 14-Jährige den Kontakt zu ihm abbrechen wollte. Der junge Mann gab die Tat bereits zu.

Auch Anwalt der Getöteten fordert Jugendstrafe

Die Nebenklage forderte am Dienstag eine Haftstrafe nach Jugendstrafrecht. Eine konkrete Höhe nannte der Anwalt der Eltern der Getöteten in seinem Plädoyer nicht. Er halte aber das Strafmaß, das die Staatsanwaltschaft unlängst gefordert hatte, für richtig: 15 Jahre Haft und damit die Höchststrafe nach Jugendstrafrecht. Ein Urteil könnte voraussichtlich am 30. April gesprochen werden.