Potsdam

Lösung im Potsdamer Zaunstreit am Pfingstberg gefunden

Ein Zaun um den Pfingstberg hatte die Gemüter erregt. Der Kompromiss: Der Zaun soll nur noch um die Villa Henckel gezogen werden. Das wurde jetzt vereinbart.

Im Streit um den Umgang mit dem Park am Pfingstberg ist offenbar eine Lösung gefunden worden: Ein Zaun soll nicht mehr um das gesamte Gelände gezogen werden, sondern nur um die Villa Henckel, die sich mit dem umliegenden Grundstück im Eigentum des Wahl-Potsdamers Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, befindet.

Wie die Stadt am Mittwoch in einer Presseerklärung mitteilte, wurde dies bei einem Treffen von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), Schlösserdirektor Hartmut Dorgerloh und einem Vertreter von Mathias Döpfner im Beisein von Kulturministerin Sabine Kunst vereinbart. Künftig werde „eine als private Parkanlage ausgewiesene Fläche rund um die Villa Henckel“ eingezäunt. So könne „den privaten Belangen von Herrn Döpfner entsprochen werden“. Die gartendenkmalpflegerische Auffassung, dass Garten und Park der Villa Henckel nicht voneinander separiert werden dürfe, werde aufgegeben, heißt es in der Erklärung.

Konzept im Frühjahr 2015

Wie der Zaun später verläuft, soll in einem Werkstatt- und Verwaltungsverfahren abgestimmt werden. Das Gesamtkonzept werde im Frühjahr 2015 vorgestellt. Der Park ist als öffentliche Fläche im Bebauungsplan ausgewiesen und soll entsprechend zugänglich bleiben. Oberbürgermeister Jakobs will deutlich gemacht haben, dass die Stadt „unter einer öffentlichen Zugänglichkeit eine tägliche Öffnung wie in anderen Parkanlagen der Stiftung versteht“. Der Park wäre damit nur nachts geschlossen und an den Wochenenden geöffnet.

Der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer SE, Mathias Döpfner, will das verwilderte, sechs Hektar große Areal bis zur großen Weinmeisterstraße für eine mindestens siebenstellige Summe auf eigene Kosten sanieren – mitsamt der Villa Schlieffen. Sie soll später ein öffentlich zugängliches Kunstmuseum beherbergen.