Eine Bootstour endete am Sonnabendnachmittag mit einem stundenlangen Großeinsatz der Potsdamer Feuerwehr und mehrerer Freiwilliger Feuerwehren aus verschiedenen Ortsteilen. Eine zehn Meter lange Motorjacht im Wert von rund 160.000 Euro hatte nach einem Schaden am Motor Feuer gefangen und brannte vollständig aus. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Der 64 Jahre alte Bootsführer aus Sachsen war mit der Jacht gegen 13.15 Uhr auf dem Sacrow-Paretzer-Kanal in Richtung Brandenburg unterwegs, als unvermittelt auf der Höhe des Fahrländer Gitters die Maschine ausfiel. Als er nach der Ursache suchte, stellte der Mann eine starke Rauchentwicklung im Motorraum fest. Da der Qualm in kurzer Zeit immer stärker wurde, verließ er den Motorraum schnell wieder.

Auch andere Wassersportler aus Braunschweig, die mit ihrem Boot in Richtung Jungfernsee fuhren, sahen den Rauch schon aus der Ferne. Sie fuhren ohne zu zögern zu dem havarierten Boot und nahmen den Freizeitkapitän und dessen Begleitung zu sich an Bord. Es blieb aber noch genügend Zeit, um ein Seil am Heck des manövrierunfähigen Bootes zu befestigen. Sie konnten die brennende Motorjacht aus dem Fahrwasser des Kanals ziehen und brachten es in Ufernähe.

Die Feuerwehr legte eine Ölsperre

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr waren schließlich über mehrere Stunden bis in den späten Abend an der Unglücksstelle. Die Löscharbeiten gestalteten sich nach Angaben einer Sprecherin der Feuerwehr als schwierig, da das Feuer immer wieder entfachte. Durch die Löscharbeiten ist auslaufender Kraftstoff und Löschschaum in den Kanal geflossen. Die Feuerwehr hat vorsorglich eine Ölsperre ausgelegt. Insgesamt waren 57 Einsatzkräfte mit 13 Fahrzeugen und sechs Booten der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) im Einsatz. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.