Unglück

Großfeuer vernichtet Lagerhaus in Teltow

Anwohner dachten zunächst an Gewitterdonner, doch dann sahen sie den Feuerschein und hörten schnell aufeinanderfolgende Explosionen. In der Nacht zu Mittwoch ging in Teltow, am südlichen Stadtrand von Berlin, ein mehrgeschossiges Gebäude in Flammen auf. Darin waren unter anderem Gasflaschen gelagert.

Ein sechsstöckiges, rund 100 Meter langes Büro- und Lagerhaus ist in der Nacht zu Mittwoch in Teltow (Potsdam-Mittelmark) vollständig ausgebrannt. Das Feuer konnte erst nach sechs Stunden weitgehend gelöscht werden. Nach Polizeiangaben musste ein Anwohner mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt werden, ansonsten kamen keine Menschen zu Schaden. Bei dem Feuer explodierten Gasflaschen. In einem benachbarten Autohaus wurden mindestens sieben Autos durch Metallsplitter schwer beschädigt, zahlreiche Fensterscheiben gingen zu Bruch.

Anwohner hatten das Feuer kurz vor Mitternacht gemeldet. Mehr als 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Durch die Hitze explodierten Gasflaschen im Gebäude. Brandstiftung wurde von der Feuerwehr ebenso wenig ausgeschlossen wie ein Blitzeinschlag. In dem Gebäude befinden sich mehrere Büros, Werkstätten und auch ein Reifenlager. Der Schaden soll in die Millionen gehen.

Noch ist unklar, warum das Feuer ausgebrochen ist. Das sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Potsdam. Die Ermittler hätten das Gebäude bislang nicht betreten können, weil es einsturzgefährdet sei. Nach Absicherungsarbeiten solle am Freitag mit der Spurensuche begonnen werden.

Während des Brandes war der Straßenverkehr stark beeinträchtigt. Nach Augenzeugenberichten lag ein scharfer Gestank verbrannten Gummis in der Luft. Umliegende Gebäude seien gesperrt worden, da erst die Luftbelastung gemessen werden sollte. Straßen waren mit Metallsplittern übersät. Die Gewalt der Explosionen riss Teile der Plattenbau-Fassade heraus, Mauerteile fielen auf geparkte Autos.