Der Arbeitsplatzabbau wird nach Angaben des Konzerns beispielsweise über den freiwilligen Ausstieg von Beschäftigten, Altersteilzeit oder Arbeitszeitverkürzung geschehen. Auf weiteren 300 Stellen solle die Arbeitszeit vorübergehend reduziert werden, um die Produktion der Nachfrage anzupassen, sagte ein Konzernsprecher. „Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht vorgesehen.“

Das „Handelsblatt“ hatte von einem geplanten massiven Stellenabbau bei ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) berichtet. „Vom Abbau sind 300 Stellen betroffen“, sagte der Sprecher in Luxemburg. Hintergrund sei die Einsparung von Kosten. Noch sei nicht geklärt, welche Abteilungen von den Maßnahmen ab wann betroffen seien. Geschäftsführung und Betriebsrat müssten dazu Verhandlungen aufnehmen. Nach Angaben des Betriebsrates haben diese noch nicht begonnen. Es liefen Abstimmungen mit der Geschäftsführung, hieß es. Die zuständige Gewerkschaft IG Metall in Frankfurt (Oder) war für eine Stellungnahme vorerst nicht zu erreichen.

Weltweit will ArcelorMittal nach eigenen Angaben die Zahl seiner Mitarbeiter um 9000 reduzieren. Vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise ist die Nachfrage nach Stahl eingebrochen. Am Standort Eisenhüttenstadt wird seit Monatsbeginn kurzgearbeitet. Rund 1600 der etwa 2600 Beschäftigten sind davon betroffen. Kurzarbeit ist in Eisenhüttenstadt einer Vereinbarung von Betriebsrat und Geschäftsführung zufolge bis Ende März 2009 möglich.

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen in Eisenhüttenstadt einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Zu den Kunden gehört auch die Automobil-Industrie.

Internet: www.eko-stahl.de

dpa/sei