Erneut ist ein erschossener Wolf in Südbrandenburg entdeckt worden. Ein Jagdpächter fand am Sonntag bei einem Spaziergang den Kadaver in einem Waldstück nahe Wiepersdorf (Elbe-Elster), wie die Polizei am Montag mitteilte.
Anders als in zwei weiteren Fällen der vergangenen Monate wurde der Wolf aber nicht geköpft. „Es wird jetzt ermittelt“, sagte eine Polizeisprecherin. Der Rüde soll auch obduziert werden. Der Fundort des Tieres ist nach Angaben des Wolfsbeauftragten für Süd Brandenburg nicht der Tatort.
Der Landesjagdverband verurteilte die jüngste Tat.
Bereits im Dezember war bei Hirschberg im selben Landkreis an der Grenze zu Sachsen ein erschossener und geköpfter Wolf entdeckt worden. Zuvor hatte sich ein solcher Vorfall im August bei Lieberose (Dahme-Spreewald) ereignet. Es wird wegen des Verstoßes gegen das Artenschutzgesetz ermittelt. Ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen gibt, ist bislang nicht geklärt.
Bei dem nun dritten und jüngsten Fall erscheine es aber eher unwahrscheinlich, dass er mit den anderen in Verbindung steht, teilte das Polizeipräsidium in Potsdam mit.
Die Ermittler haben ihre Untersuchungen zu den beiden geköpften Wölfen – zum Teil wurden DNA-Proben von Einwohnern genommen – inzwischen abgeschlossen und an die Staatsanwaltschaft Cottbus übergeben, wie es hieß.
In Brandenburg leben etwa 14 Wolfsrudel, vor allem im Süden. Dazu kommen noch mehrere Einzeltiere, wie das Landesumweltamt angibt.
dpa/bee/sei


