Der anhaltende Frost in Brandenburg bereitet dem ausgebüxtem Känguru nach Einschätzung eines Experten kein Problem. „Das sind recht zähe Tiere. Futter dürfte es finden und sein Fell schützt es“, sagte Michael Breuer von der Tierrettung Potsdam am Sonntag.
„Die größte Gefahr dürfte der Autoverkehr sein.“ Das Känguru mit seinem Jungen im Beutel war vor einer Woche aus einem privaten Gehege in Werder/Havel (Potsdam-Mittelmark) ausgerissen.
Zuletzt wurde es am Montag an einer Autobahnauffahrt bei Groß Kreutz gesehen worden. Seitdem ist es spurlos verschwunden. Die Suche ist schwierig, weil die Tiere nachtaktiv sind und sich am Tag oft verstecken.
Nashorn und Stachelschweine auf der Flucht
Das Känguru ist nicht das erste exotische Tier, das in Brandenburg allein unterwegs war. Erst vor wenigen Tagen war aus einem Zirkus in Luckenwalde (Teltow-Fläming) ein Nashorn ausgebüxt. Das Schwergewicht hatte sich am vergangenen Sonnabend aus einem Stall befreien und spazierte auf einer Straße nahe der Innenstadt herum. Pfleger entdeckten es und lockten es zurück in seinen Stall. Von dort riss es allerdings erneut aus: Zirkusmitarbeiter fanden es kurz darauf friedlich auf einer Wiese. Sie brachten es zurück und ließen es nun besonders bewachen.
Bereits vor zwei Wochen waren kurzzeitig zwei Stachelschweine auf Luckenwalder Straßen unterwegs. Sie waren aus dem Tierpark geflohen und hatten bei ihrer Rettungsaktion das Auto eines Tierarztes mit ihren Stacheln attackiert.
dpa/bee


