Die beschädigten Figuren der drei Grazien auf dem Dach des Neuen Palais in Potsdam erhalten seit Dienstag eine Verschönerungskur. Sie wurden von ihrem Platz auf der Kuppel heruntergeholt und werden in den kommenden Monaten restauriert.
Das Neue Palais ist das größte und prunkvollste Schloss, das der Preußenkönig Friedrich II. (1712-1786) in Auftrag gab. Das Gebäude wurde in Rekordzeit gebaut. Etwa 970 Räume entstanden. In den kommenden Jahren muss das Schloss großflächig saniert werden. Dafür stehen bis 2017 rund 155 Millionen Euro bereit.
Standsicherheit der Figuren war gefährdet
Seit dem Winter war die etwa acht Meter hohe Figurengruppe auf der Hauptkuppel des Palais eingerüstet. Die Witterung hatte den Skulpturen zu schaffen gemacht: die Standsicherheit war in Gefahr. Das Eisengerüst unter der ursprünglich vergoldeten Oberfläche erwies sich nach ersten Untersuchungen als stark angegriffen und marode. Die Königskrone, in dem Ensemble deponiert auf einem stilisierten Kissen, war nicht mehr standsicher.
Bei der Restaurierung sollen nun die Grazien ihre Standfestigkeit wieder erhalten und mit einem neuen Stützkorsett ausgestattet werden. Zudem werden sie so abgedichtet, dass kein Wasser mehr hineinlaufen kann und sie von „nassen Füßen“ verschont bleiben. Laut Plan sollen die Arbeiten im Frühjahr 2014 beendet sein.
dpa/apr





