Seit Mittwochmorgen hat ein Warnstreik im öffentlichen Personennahverkehr den Verkehr in Frankfurt (Oder) still gelegt. Betroffen sind nach Angaben des Verhandlungsführers der Gewerkschaft Verdi, Jens Gröger, 44 Bus- und Straßenbahnlinien. Der Ausstand soll bis 9 Uhr dauern.

Hintergrund sind die Tarifverhandlungen für die bis zu 3500 Beschäftigten im brandenburgischen Nahverkehr. Nachdem die Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde kein neues Angebot vorgelegt hatten, sollen Warnstreiks auch an anderen Orten bis zur nächsten Verhandlung am 14. Februar erfolgen. Die Warnstreiks werden laut Gröger punktuell und kurzfristig, aber nicht flächendeckend angesetzt.

Die Arbeitgeber hatten zuletzt ihr aus Gewerkschaftssicht unzureichendes Angebot von unter ein Prozent Tarifanhebung nicht verbessert. Die Gewerkschaft fordert neben einer Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich eine Erhöhung der Entgelte um 6 Prozent. In der Branche gibt es 15 Entgeltgruppen und sechs Entgeltstufen. Das Einstiegsgehalt eines Busfahrers liegt beispielsweise bei monatlich knapp 1700 Euro.

BM