Nach dem Tod einer Vierjährigen im vergangenen Jahr in Erkner (Oder-Spree) soll deren Mutter in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden.

Die Verhandlung gegen die 20-jährige Beschuldigte beginnt diesen Mittwoch vor dem Landgericht Frankfurt (Oder). In dem Sicherungsverfahren legt die Staatsanwaltschaft der Frau zur Last, im Zustand der Schuldunfähigkeit im April ihre Tochter heimtückisch getötet zu haben. Für den Prozess hat das Gericht zunächst drei Verhandlungstage angesetzt.

Großvater bittet Behörden um Hilfe

Vor dem Tod des kleinen Mädchens stand die Mutter schon längere Zeit im Fokus der Behörden. Bei einem unangekündigten Hausbesuch im März 2012 hatte eine Sozialarbeiterin des Jugendamtes Oder-Spree niemanden angetroffen.

Anlass für das Einschreiten der Behörden war eine Bitte des Großvaters des Mädchens. Mitte April wurde die Frau dann ins Amt bestellt, sagte den Termin aber kurzfristig telefonisch ab. Beamte telefonierten ihr hinterher – ergebnislos. Zwei Tage später fand die Polizei die Leiche des Kindes in der Wohnung der 20-Jährigen.

dpa/mim