13-fachen sexuellen Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen wirft die Justiz dem Inhaber eines Reit- und Kutschfahrhofes südlich von Brandenburg (Havel) vor. In einem Fall geht die Staatsanwaltschaft von einem schweren sexuellen Missbrauch aus. Bislang konnten sechs Kinder, fünf Jungen und ein Mädchen, als Opfer ermittelt werden, einige von ihnen sollen von dem 56-Jährigen gleich mehrfach missbraucht worden sein.
Die letzte der angeklagten Taten soll erst wenige Monate zurückliegen. Ende Juni hatte der Vater eines Kindes Anzeige gegen Reitlehrer Frank E. erstattet und damit die Ermittlungen in Gang gesetzt. Ein gegen E. erlassener Haftbefehl wurde zunächst außer Vollzug gesetzt. Bei Durchsuchungen des Reiterhofes und der Privatwohnung von E. konnten Beamte der Kriminalpolizei zahlreiches Beweismaterial sicherstellen, aus denen sich Hinweise auf weitere Taten ergaben. Daraufhin ordnete ein Richter am 10. Juli die Untersuchungshaft gegen den Verdächtigen an. Bis zum Beginn der Hauptverhandlung vor dem Landgericht Potsdam werde der 56-Jährige in U-Haft bleiben, sagte ein Justizsprecher am Sonnabend. Im Falle einer Verurteilung droht E. eine mehrjährige Haftstrafe.
Den Ermittlungen zufolge waren die Opfer zwischen neun und 15 Jahre alt, als sie von Frank E. missbraucht worden sein sollen. Unklar ist bislang, wie die Taten mehr als eineinhalb Jahrzehnte unentdeckt bleiben konnten. Ein Termin für den Prozess steht noch nicht fest.
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