Auf dem Senftenberger Bahnhof Hosena (Oberspreewald-Lausitz) hat am Dienstag die Instandsetzung der bei dem Güterzugunglück beschädigten Anlagen begonnen. Vom Stand der Arbeiten will sich der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Jan Mücke, am Nachmittag informieren. Bei dem Zusammenstoß zweier Güterzüge am vergangenen Donnerstagabend war ein 54 Jahre alter Eisenbahner in einem völlig zerstörten Stellwerkgebäude ums Leben gekommen. Die beiden Lokführer wurden schwer verletzt.
Nach Bahnangaben müssen mehrere hundert Meter beschädigter Gleise erneuert werden. Techniker begannen an der Unfallstelle nahe der brandenburgisch-sächsischen Grenze zudem mit dem Einbau neuer Oberleitungen und Weichen. Zugleich entwickeln Experten eine technische Lösung für die zerstörte Stellwerkstechnik. Zur Unfallursache ermittelt die Staatsanwaltschaft Cottbus wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, wie ein Sprecher sagte.
Die beiden Züge des privaten Eisenbahnverkehrsunternehmens ITL waren aus unbekannter Ursache in einem Weichenbereich kollidiert. Mehr als 20 Wagen entgleisten, einige Waggons und eine Lok kippten um. Mehr als 80 Helfer waren rund um die Uhr bei den Aufräumarbeiten im Einsatz. Bis Montagabend gelang es, die ineinander verkeilten Waggons voneinander zu trennen. Dabei halfen drei Eisenbahndrehkräne und weitere Spezialtechnik. Der Streckenabschnitt Ruhland-Hosena-Hoyerswerda bleibt auch in den nächsten Tagen gesperrt, dort fahren Busse.
dpa/ap


