TV-Sendung

Ermittler setzen im Fall Pepper erneut auf Aktenzeichen XY

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Auch Monate nach den Anschlägen auf die Berliner Unternehmerfamilie bleibt der Fall mysteriös. Jetzt kommt der Fall erneut ins Fernsehen.

Zu den Anschlägen auf die Berliner Unternehmerfamilie Pepper im vergangenen Jahr in Bad Saarow (Oder-Spree) hat die Polizei noch immer keine heiße Spur. Nun kommt der Fall erneut in die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“. Am kommenden Mittwoch (9.5./20.15) berichten Ermittler aus Frankfurt (Oder) über den Fall, werden Szenen mit Schauspielern nachgestellt, sagte ein Polizeisprecher am Sonnabend und bestätigte einen Bericht der „Märkischen Oderzeitung“. Der Fall war bereits im vergangenen November in dieser Sendung vorgestellt worden. Daraufhin ging eine Reihe Hinweise von Fernsehzuschauern ein.

Auf die Tochter des Immobilienunternehmers Christian Pepper war im Oktober ein Anschlag verübt worden. Ein Unbekannter schoss auf die junge Frau in Bad Saarow, wo die Familie eine Villa besitzt. Ein Wachmann stellte sich schützend vor die damals 23-Jährige und wurde durch Schüsse schwer verletzt.

Hintergründe der Taten unklar

Es war bereits der zweite Anschlag auf Angehörige des 2003 gestorbenen legendären Investors Karl Heinz Pepper, der unter anderem das Europacenter am Berliner Kurfürstendamm errichtet hat. Bereits im August hatte ein Maskierter die Unternehmergattin Petra vor dem Anwesen in dem Kurort niedergeknüppelt und schwer verletzt. Die Familie engagierte daraufhin einen privaten Sicherheitsdienst. Inzwischen setzte sie eine Belohnung von 50.000 Euro aus. Die Hintergründe der Taten sind unklar.

Dem Bericht zufolge liegen den Beamten rund 100 Hinweise aus der Bevölkerung vor. Beim ersten TV-Bericht im November war der Fall erwähnt worden, doch kamen die Beamten nicht zu Wort. Diesmal sei nun ein mehrminütiger Betrag mit Schauspielern geplant, der das Geschehen am Tatort noch einmal genau nachzeichne, sagte ein Polizeisprecher der Zeitung.

Polizei geht von Einteltäter aus

Die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen einzelnen Täter handelt. Als sicher gilt auch, dass die Schüsse aus einer schwarzen Ceska Modell 75 oder 85 – oder einem chinesischen Nachbau - abgefeuert wurden. Laut Bericht sind im Oder-Spree-Kreis und in Frankfurt (Oder) rund 150 solcher Waffen registriert. Sie werden mit Hilfe des Bundeskriminalamtes überprüft, hieß es.

( dpa/nbo )