Mit einer Bombendrohung hat ein Mann in Hennigsdorf (Oberhavel) einen Großeinsatz der Polizei und Verkehrsbehinderungen ausgelöst. Der Täter, wahrscheinlich ein 26-Jähriger Berliner, tötete sich am Mittwoch selbst, wie die Polizei mitteilte. Zu seinem Motiv konnten die Ermittler zunächst keine näheren Informationen geben.
Der Mann hatte damit gedroht, ein Firmengebäude im Stadtteil Stolpe-Süd in die Luft zu sprengen. Die Polizei errichtete einen Sperrkreis von 500 Meter und evakuierte ein angrenzendes Asylbewerberwohnheim. 40 Personen seinen von dort in eine Notunterkunft gebracht worden.
Seit Mittag hatte der Mann die Polizei in Atem gehalten. Er hatte gegen 13.15 Uhr das Büro einer Firma im Gewerbegebiet an der Ruppiner Chaussee 19 betreten und die Drohungen ausgesprochen. Zunächst gab es einen Kontakt zwischen dem Mann und der Polizei. Die kurzen Verhandlungen am Telefon gestalteten sich schwierig, weil nicht klar war, was der Mann eigentlich wollte. Geld habe er nicht verlangt, sagte ein Polizeisprecher.
Nachdem der Kontakt jedoch abbrach, drangen Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) am Abend in das Gebäude ein und fanden dort eine leblose Person vor. Wie Morgenpost Online aus Ermittlerkreisen erfuhr, hatte sich der Bombendroher erhängt. Ein Bombe entdeckten sie nicht.
Wegen der umfangreichen Straßensperrungen kam der Berufsverkehr weitgehend zum Erliegen. Die Abfahrt Stolpe-Süd an der A111 sowie Landstraßen waren bis in die Abendstunden gesperrt. Der Verkehr staute sich teilweise auf einer Länge bis zu zehn Kilometern.
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