Prozess

Drogendealer muss für drei Jahre in Haft

Vor dem Landgericht Cottbus muss sich ein 25-Jähriger wegen Drogenhandels verantworten. Er soll im großen Stil Haschisch verkauft haben, um seinen eigenen Konsum finanzieren zu können.

Ein 25 Jahre alter Mann muss wegen bandenmäßigen Drogenhandels in Südbrandenburg für drei Jahre hinter Gitter. Das Landgericht Cottbus sprach den Angeklagten aus Spremberg (Spree-Neiße) am Mittwoch schuldig, mit zwei bereits verurteilten Komplizen mehrere Kilogramm Haschisch verkauft zu haben. Mit dem Erlös habe er auch seinen eigenen Drogen- und Alkoholkonsum finanziert. Die Richter ordneten deshalb eine Therapie des Mannes in einer Entziehungsanstalt an. Bei einem Erfolg könne die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt werden, entschieden die Richter.

Mit dem Urteil entsprach die Strafkammer der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte kein konkretes Strafmaß beantragt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte, der keinen Berufsabschluss hat, begann dem Gericht zufolge bereits mit 14 Jahren, Cannabis zu konsumieren und viel Alkohol zu trinken. Um die Drogen bezahlen zu können, habe er im Dezember 2008 mit dem Drogenhandel angefangen. Gemeinsam mit zwei anderen Männern habe er in Spremberg und Cottbus einen Kundenstamm von etwa 20 Personen aufgebaut. Im Juli 2009 wurde er festgenommen. Bei der Vernehmung durch die Polizei gestand er die Vorwürfe.

In der Beweisaufnahme sei dem Angeklagten bis Sommer 2009 der Handel von Betäubungsmitteln in 14 Fällen nachgewiesen worden, sagte der Vorsitzende Richter Frank Schollbach. Dabei wechselten 9,5 Kilogramm Haschisch illegal die Besitzer.

Von dieser Menge habe der Angeklagte fast die Hälfte selbst verkauft und einen kleinen Teil konsumiert. Der Schwarzmarktwert dieser verkauften Menge beläuft sich auf mehr als 10. 000 Euro. Seine beiden Mittäter teilten sich die andere Hälfte der Drogenmenge. Sie waren deshalb bereits zu Haftstrafen verurteilt worden, einer von ihnen hat die Strafe inzwischen verbüßt.