Auf Feldern in Beelitz (Teltow-Fläming) sowie in den Landkreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Spree-Neiße und im Nordosten des Landes werden in den kommenden zehn Wochen wieder fleißig Stangen gestochen. Offizieller Saisonauftakt der märkischen Saison ist an diesem Donnerstag auf einem Hof in Beelitz (Teltow-Fläming). Dazu wird traditionell auch der Agrarminister erwartet. Minister Jörg Vogelsänger (SPD) soll dann ein paar Stangen selbst von Acker holen.

Die Mark hat sich in den vergangenen Jahren mit einer Ausweitung der Anbaufläche auf knapp 2800 Hektor zum drittgrößten Spargelland in Deutschland entwickelt. Mit einem Ertrag von 17 800 Tonnen wurde nach Angaben des Agrarministeriums im vergangenen Jahr eine Rekordernte gestochen. Es gibt seit einiger Zeit aber mahnende Stimmen, die Fläche nicht mehr deutlich auszuweiten. Die Grenzen der Direktvermarktung in der Region sei nämlich erschöpft.

Nach Angaben des Agrarministeriums kaufen von 100 Haushalten 46 einmal jährlich Spargel. Im Schnitt würden zwei Kilogramm je Haushalt verzehrt. „Da es sich bei Spargel um ein vergleichsweise teures Gemüse handelt, ist der Verbrauch sehr stark konjunktur- und einkommensabhängig“, erläutert das Ministerium.

Der Spargelanbau im Raum Beelitz südlich von Berlin hat Tradition. In diesem Jahr wird 150-jähriges Jubiläum gefeiert. Bis zum 24. Juni gibt es das Edelgemüse an vielen Ständen und auf Höfen im Land zu kaufen. Die Spargelhöfe und auch Restaurants haben bis dahin viele Gerichte auf der Karte.

dpa/tj