Potsdam

Taucher bereiten Bombensprengung vor

Erstmals soll heute in Potsdam ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in einem Gewässer gesprengt werden. Taucher haben bereits eine Zündung gelegt.

Potsdam bereitet sich auf die erste Sprengung eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg in einem Gewässer vor. Die 250 Kilogramm schwere Bombe war am Dienstag in 1,30 Meter Tiefe in der Nuthe entdeckt worden. Die Vorbereitungen begannen nach Angaben der Stadt am Donnerstagmorgen planmäßig. Bis 8 Uhr mussten 7000 Menschen ihre Wohnungen und Arbeitsstätten verlassen. Ob das tatsächlich geschehen war, wurde am Vormittag geprüft, wie die Sprecherin Rita Haack sagte. Die Sprengung war für Mittag geplant.

Taucher hatten am Morgen unter Wasser eine Zündung gelegt und mit Sand stabiler gemacht, wie Sprengmeister Manuel Kunzendorf erklärte. Für noch mehr Festigkeit sollten fest miteinander verknüpfte Strohballen sorgen. An Land sollten die Arbeiten dann wie gewohnt laufen, hieß es.

Ein Verkehrschaos blieb in der Landeshauptstadt zunächst aus, obwohl zahlreiche Straßen in der Innenstadt gesperrt worden waren. Am S-Bahnhof Babelsberg herrschte jedoch reger Betrieb. Im Sperrkreis rund um den Fundort der Bombe liegen der Hauptbahnhof, die Staatskanzlei, weitere Gebäude der Landesregierung sowie mehrere Kitas und Schulen.

Aber auch die Bewohner eines Altenheims und einer Einrichtung für betreutes Wohnen mussten die Gebäude verlassen. Sie wurden seit dem Morgen von Helfern der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerkes (THW) abgeholt. 280 Transporte seien im Vorfeld angemeldet worden, sagte die Sprecherin.

Im Bahn-und Schiffsverkehr sollte es voraussichtlich bis zum Nachmittag erhebliche Einschränkungen geben. Geplant war, dass die S- Bahn S7 vermutlich bis 15 Uhr nur bis Babelsberg fahren sollte. Am Hauptbahnhof sollte es bis 14.30 Uhr keinen Zugverkehr geben, wie die Bahn mitteilte. Als Ersatz wurden Busse eingesetzt.

Eine Karte des Sperrkreises hat die Stadt Potsdam hier online gestellt.