Schlechtes Wetter hat den Auftakt zum Finale des Red Bull Air Race am Sonnabend auf dem Lausitzring im brandenburgischen Klettwitz (Oberspreewald-Lausitz) beeinträchtigt. Wegen Regens und Windböen konnte nur der erste von zwei Qualifikationsläufen gestartet werden. Der zweite Lauf wurde abgesagt. Das Qualifying soll nun am Sonntag (11 Uhr) fortgesetzt werden. Das Rennen der besten 12 wird um 14 Uhr gestartet.
Nach Angaben des Veranstalters kamen nur rund 20.000 Besucher zum Beginn des zweitägigen Finales der Weltmeisterschaft. Das waren deutlich weniger als die Kapazität, die wegen strenger Sicherheitsauflagen auf 60.000 Sitzplätze halbiert wurde. Für das Hauptrennen am Sonntag vermeldete der Veranstalter hingegen ausverkaufte Tribünen.
In dem auch als „Formel 1 der Lüfte“ bezeichneten Wettbewerb müssen die 14 Piloten mit ihren acht Meter breiten Propellermaschinen einen Hindernisparcours durchfliegen. Die Maschinen erreichen dabei bis zu 370 Stundenkilometer.
Die Piloten und viele Besucher zeigten sich von dem Gelände begeistert. Erstmals könne man „als Pilot seine Konkurrenten im Wettkampf beobachten“, sagte der WM-Führende Paul Bonhomme. Der Brite ist Vorjahres-Weltmeister. Er hat vor dem letzten Rennen der Saison sechs Punkte Vorsprung auf den Zweiten.
Das schlechte Wetter hatte bereits am Samstagvormittag einige Übungsflüge verhindert. Am Nachmittag musste der Flugbetrieb im ersten Qualifikationslauf erneut mehrmals unterbrochen werden. Ein Helikopter sorgte immer wieder für eine trockene Landebahn, indem er die Asphaltpiste mehrmals langsam im Tiefflug überquerte.
Das Rennen war kurz vor Beginn am Donnerstagabend von einem tödlichen Unfall überschattet. Ein 44 Jahre alter Motorradfahrer des Sicherheitspersonals war im äußeren Bereich gestürzt und später im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben.
Die Veranstaltung war bereits im Jahr 2006 in Deutschland zu Gast. Damals verfolgten auf dem Flughafen Tempelhof mehr als eine halbe Million Zuschauer die waghalsigen Manöver. Die Serie wird den Angaben zufolge in mehr als 170 Länder übertragen und von 500 Millionen Menschen im Fernsehen verfolgt.
dpa/ddp/sei





