Damit dürfte in den vergangenen Jahren kaum noch jemand gerechnet haben. Die Marktpassagen Adlershof sollen wiedereröffnet werden – wenn es glattläuft, sogar schon Ende 2027. Wie so viele andere Einkaufszentren in Berlin schien auch dieser Standort keine Zukunft mehr zu haben.

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Nachdem 2022 bis auf ein einzelnes Eiscafé auch noch die letzten verbliebenen Läden geschlossen wurden, waren die Marktpassagen quasi ein Geisterhaus. Pläne für den Abriss waren schon weit fortgeschritten. Wohnungen sollten dort entstehen, doch dann verschwand der damalige Investor von der Bildfläche.

Treptow-Köpenick: Investition in die Marktpassagen Adlershof ein positives Signal

Der jahrelange Leerstand des Gebäudes führte daraufhin zu einer Verwahrlosung des Umfelds – mit Vandalismus, Obdachlosigkeit und Kriminalität. Die Folge: Ältere Anwohner trauen sich im Dunkeln kaum noch, dort vorbeizugehen. Nun aber haben neue Mieter mit frischen Ideen die Verantwortung übernommen. An der Spitze: ein international gefragter DJ und Influencer mit großem Netzwerk in der Kultur- und Eventszene und einem türkischen Investor im Rücken.

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Die Behörden in Treptow-Köpenick, so ist in Gesprächen mit Eigentümern immer wieder zu hören, treten oft als Bedenkenträger und Bremse in Erscheinung. Deshalb dürfte sicher noch das eine oder andere Hindernis warten. Dennoch: Dass in die Marktpassagen wieder Geld investiert wird, ist eine gute Nachricht für Adlershof und den Bezirk. Von einer verrottenden Großimmobilie in zentraler Lage hat schließlich niemand etwas.

Bleibt nur zu hoffen, dass Einkaufszentren überhaupt noch zukunftsfähig sind. Der Fokus auf Nahversorgung, das zeigen Beispiele wie das Allende-Center und die Taut-Passage, scheint jedoch genau das Richtige zu sein.