Ein weiteres Wohnungsbauprojekt im Berliner Südosten ist fertig. Wie das Architekturbüro Nöfer Architekten und das Unternehmen Kondor Wessels Wohnen Berlin GmbH am Dienstag mitteilten, wurde das Wohnensemble mit dem Namen „CÖ – Das gute Leben in Köpenick“ abgeschlossen. Entstanden sind dabei 120 Wohnungen auf dem Grundstück an der Hämmerlingstraße 132–136. Wie auf der Internetseite des Projekts zu sehen ist, sind alle Wohnungen bereits vermietet.
Auf dem spitzwinkligen Grundstück zwischen Hämmerlingstraße und Annenallee befand sich früher mal ein Autohändler. Für den Investor DW Property wurde dort eine rund 15.500 Quadratmeter Bruttogrundfläche umfassende Bebauung entwickelt. Diese fügt sich, wie es heißt, „mit unterschiedlichen Gebäudetypologien in die heterogene Struktur des gewachsenen Quartiers ein“.
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Im Umfeld des Neubaukomplexes befinden sich sowohl Wohnhäuser des 19. Jahrhunderts als auch Bauten aus den 1920er-Jahren. Diese unterschiedlichen Maßstäbe und architektonischen Motive seien aufgegriffen und in ein „zeitgenössisches Wohnensemble“ übersetzt worden.
Köpenick: Was den Neubau an der Hämmerlingstraße architektonisch ausmacht
„Uns ging es darum, an dieser Stelle das Quartier mit seinen Eigenarten und Besonderheiten weiterzubauen“, erklärt Tobias Nöfer, Geschäftsführer von Nöfer Architekten. „Gute Stadt entsteht für uns dort, wo Neubauten auf ihren Ort reagieren, vorhandene Qualitäten aufnehmen, aber mit neuen Impulsen einen eigenen Charakter entwickeln. Das neue Ensemble in der Hämmerlingstraße soll auf selbstverständliche Weise zu Köpenick gehören und gleichzeitig als Architektur unserer Zeit erkennbar bleiben“, sagt er.
Henrik Denkewitz ergänzt, es sei gelungen, eine städtebauliche Lücke zu schließen, die über Jahrzehnte durch einen Autohandel geprägt gewesen sei. Dabei seien zahlreiche genehmigungsrelevante Anforderungen zu berücksichtigen gewesen. „Vor allem die Lage der Tiefgarage im Grundwasser stellte bei der Planung und Realisierung eine besondere Herausforderung dar“, so der Geschäftsführer der Kondor Wessels Wohnen Berlin GmbH.
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Den Projektentwicklern zufolge übernimmt die markante Gebäudeecke an der Spitze des Grundstücks eine besondere Rolle. „Mit ihrer gerundeten Ausbildung orientiert sie sich über die Diagonale zur belebten Bahnhofstraße und gibt dem Ensemble ein weithin sichtbares Gesicht“, heißt es. Ebenfalls auffällig ist der massive Klinkersockel. Ein Detail soll offenbar auch eine kleine Hommage an Köpenick sein. So gibt es in der Lobby des Gebäudes künstlerisch gestaltete Wandmalereien mit Fischen, dem Wappentier des Bezirks.
Hof soll soziale Funktion übernehmen
Zum Inneren des Grundstücks wird das Ensemble „CÖ“ durch kleinteiligere Wohnhäuser ergänzt. Herzstück der gesamten Anlage ist demnach der begrünte Gartenhof, der die unterschiedlichen Gebäudeteile miteinander verbindet. Er steht sowohl Bewohnern als auch als gemeinschaftlich nutzbarer Freiraum zur Verfügung. „Damit übernimmt der Hof nicht nur eine gestalterische, sondern auch eine soziale Funktion innerhalb des neuen Wohnensembles“, erklären die Entwickler.
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Die 120 Wohnungen auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Grundstück haben unterschiedliche Größen und Zuschnitte. Darunter befinden sich Apartments für Ein- und Zwei-Personen-Haushalte bis zu Familienwohnungen. Hinzu kommen drei Townhäuser und eine Tiefgarage mit 67 Parkplätzen.
„Die Hämmerlingstraße zeigt, dass Wohnungsneubau und ein gewachsenes Stadtbild kein Widerspruch sein müssen“, betont Tobias Nöfer. „Gerade wenn wir in bestehenden Quartieren neu bauen, trägt Architektur Verantwortung für mehr als das einzelne Gebäude. Sie muss einen Beitrag zur Straße, zur Nachbarschaft und zum Stadtbild insgesamt leisten“, erläutert er.





