Am kommenden Sonnabend, 21. März, muss der 1. FC Union Berlin beim deutschen Rekordmeister Bayern München zum Auswärtsspiel in der Bundesliga (15.30 Uhr) antreten. Dabei werden die Fußballprofis vor dem Anpfiff mit besonderen Aufwärmshirts des Ausrüsters Adidas auflaufen. Darauf wird die Botschaft stehen: „Eisern für Menschlichkeit“. Es handelt sich um eine besondere Aktion, die der Parkeisenbahn Wuhlheide, so die Hoffnung, viel Aufmerksamkeit und Spenden bringt.
Hintergrund ist, dass die Parkeisenbahn Geld benötigt, um einen weiteren ihrer Bahnhöfe inklusiv und barrierearm neu bauen zu können. Ziel des Betreibervereins ist es, dass Menschen mit Gehilfen, im Rollstuhl oder mit Kinderwagen komfortabel in die Züge ein- und aussteigen können. Dafür hat die Parkeisenbahn bereits im Sommer 2025 ein großes Spendenprojekt gestartet. Dabei sind bis jetzt schon mehr als 30.000 Euro an Spenden zusammengekommen.

Weil das jedoch noch nicht ausreicht, hat sich die Parkeisenbahn mit der Stiftung „Union vereint. Schulter an Schulter“ zusammengetan. Diese unterstützt die Berliner Traditionsbahn im 70. Jahr ihres Bestehens im Rahmen der alljährlichen Aktion „Eisern für Menschlichkeit“. Die Aufwärmshirts mit genau dieser Botschaft werden nach der Partie bei Bayern München signiert. Anschließend werden sie zugunsten der Errichtung des inklusiven Bahnsteigs der Parkeisenbahn auf der Union-Auktionsplattform bei eBay versteigert. Das Gleiche passiert mit den Aufwärmshirts der Frauenmannschaft beim Heimspiel gegen Werder Bremen am 23. März. Noch in diesem Jahr soll dann der Baubeginn für den Bahnsteig erfolgen.
Warum der 1. FC Union Berlin die Parkeisenbahn Wuhlheide gern unterstützt
„Mit der Parkeisenbahn in unserer unmittelbaren Nachbarschaft verbinden viele Menschen schöne Erlebnisse. Diese künftig allen Menschen zugänglich zu machen und das Angebot mit einem dafür umgebauten Bahnsteig inklusiv zu gestalten, ist für die gemeinnützige Parkeisenbahn eine große Herausforderung“, sagt Union-Pressesprecher und zugleich Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Union vereint. Schulter an Schulter“, Christian Arbeit. „Inklusion ist eine der wichtigen Säulen unserer Stiftungsarbeit, daher unterstützen wir das Vorhaben gern und freuen uns auf rege Beteiligung der Union-Familie“, erklärt er.

Für Ralf Bendix und seine Mitstreiter bei der Parkeisenbahn bedeutet die Aktion mehr als nur finanzielle Hilfe. „Es zeigt, dass unsere Verbundenheit in einer Stadt wie Berlin wahrgenommen wird. Als Dampflokführer und Ausbilder weiß ich, wie wichtig es ist, jungen Menschen Verantwortung zu übertragen. Umso schöner ist es, wenn wir dieses Erlebnis mit Menschen jeden Alters teilen können.“
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„Ich bin jetzt seit drei Jahren dabei, und es ist einfach cool. Man lernt, wie alles funktioniert – und dass man aufpassen muss, weil das echte Verantwortung ist. Ich fänd’s richtig gut, wenn jetzt alle Leute auch im Betriebswerk einsteigen können, auch mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen. Dass da jetzt auch Union Berlin uns unterstützt, hätte ich mir nie vorstellen können. Das ist schon irgendwie besonders“, meint der junge Parkeisenbahner Willi.



