Der Winter in Berlin mit Temperaturen im deutlichen Minusbereich über längere Zeit hat zur Folge, dass an vielen Stellen Straßenschäden entstanden sind. Beim Bezirksamt Treptow-Köpenick sind, wie es in einer aktuellen Mitteilung heißt, in den vergangenen Tagen zahlreiche Meldungen von Bürgern zu Schlaglöchern auf Straßen eingegangen. Das Straßen- und Grünflächenamt nehme diese Hinweise „sehr ernst“ und sei „kontinuierlich im Einsatz“, um die Verkehrssicherheit auf öffentlichen Straßen und Wegen zu gewährleisten.
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Insgesamt seien in diesem Winter schon deutlich mehr Schlaglöcher im Bezirk registriert worden als in den Jahren zuvor. „Hauptursache sind der starke Schneefall, die Schnee- und Eisberäumung durch Auftausalze und der sogenannte Frost-Tau-Wechsel (wiederholtes Gefrieren und Auftauen von Wasser)“, erklärt die Behörde.

Treptow-Köpenick: Wie die Schlaglöcher nun repariert werden sollen
Die entstandenen Schlaglöcher sollen nun von eigenen Mitarbeitern des Werkhofs des Straßen- und Grünflächenamts zeitnah nach der Meldung oder der eigenen Feststellung zunächst vorübergehend mit Kaltasphalt verschlossen werden. „Schneeberäumung und anhaltende Nässe mit Frost sorgen jedoch dafür, dass die provisorisch geschlossenen Stellen nicht langfristig intakt bleiben“, so das Bezirksamt. Dauerhafte Reparaturen, wobei Gussasphalt eingesetzt wird, seien daher erst bei stabiler, frostfreier Witterung möglich.

Der Bezirk verweist auf die verschiedenen Möglichkeiten, die Bürger haben, um dem Straßen- und Grünflächenamt Straßenschäden zu melden. Möglich ist das über das Portal „Ordnungsamt Online“ des Landes Berlin, per E-Mail an sga-zentral@ba-tk.berlin.de oder telefonisch unter 90297-5501 bzw. 90297-5823.
Darüber beklagt sich Bürgermeister Oliver Igel
Bei Facebook beklagte sich Treptow-Köpenicks Bürgermeister Oliver Igel (SPD) derweil über die fehlenden finanziellen Ressourcen zur Reparatur der Straßenschäden. „Das starke Winterwetter hat den Straßen erheblich zugesetzt. In den kommenden Wochen und Monaten wartet da viel Arbeit auf die Tiefbauämter, die allerdings vielfach nicht finanziert werden kann“, schreibt er dort. Und weiter: „Die Straßenbauunterhaltung in den Bezirken bekommt schon seit Jahren eine viel zu geringe Finanzzuweisung vom Senat.“
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Igel fordert, dass der Senat aufgrund der aktuellen Situation unbedingt für alle Bezirke ein Schlaglochbeseitigungsprogramm auflegen sollte. „Für jeden Bezirk sollte dafür eine Million Euro zur Verfügung gestellt werden“, so der Bürgermeister. „Das vermeidet Verkehrseinschränkungen, Schadenersatzansprüche oder immer größer werdende Straßenschäden, die noch teurer werden“, meint er.




