Die Fans des 1. FC Union Berlin sind es bereits gewohnt, ihren Verein tatkräftig zu unterstützen. Nun wird ihre Hilfe erneut benötigt. Der Fußball-Bundesligaverein aus Köpenick hat auf seiner Internetseite einen Aufruf gestartet. „Wir machen das selbst: eiserne Bauhelfer gesucht“, heißt es darin.

„Seit einigen Monaten herrscht Hochbetrieb auf der Baustelle des Profitrainingszentrums an der Alten Försterei. Dort, wo künftig die Profimannschaften der Männer und Frauen des 1. FC Union Berlin trainieren werden, drehen sich aktuell Kräne, wird Stahl geflochten und fließt Beton“, teilt der Klub mit. Und weiter: „Wie es sich für eine echte Union-Baustelle seit Bestehen des Stadions gehört, gibt es für interessierte Unionerinnen und Unioner die Möglichkeit, ganz nah dran zu sein und mitzumachen.“

Auch interessant

Für welche Arbeiten der 1. FC Union Berlin seine Fans benötigt

Für den täglichen Betrieb der Baustelle werden deshalb jetzt freiwillige Helfer für folgende Aufgaben gesucht: Unterstützung der Bauleitung auf der Baustelle, Ausführen einfacher Bau- und Hilfsarbeiten, Aufräum- und Reinigungsarbeiten, Koordination des Lieferverkehrs sowie Überwachung der Ein- und Ausgänge zur Baustelle. Wie der Verein erklärt, sind technisches Verständnis und handwerkliches Geschick ebenso wie Erfahrungen auf dem Bau von Vorteil, aber keine zwingende Voraussetzung.

Union Berlin eröffnet Trainingszentrum Oberspree
Blick auf die Trainingsplätze des 1. FC Union Berlin im Trainingszentrum Oberspree. Bald sollen auch die Profiteams der Frauen und Männer auf einem neuen Trainingszentrum nahe dem Stadion an der Alten Försterei trainieren können.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini

Wer auf der Baustelle des Profitrainingszentrums für Männer und Frauen mit anpacken möchte, kann sich per E-Mail an stephanie.ahlberg@fc-union-berlin.de melden. „Die konkreten Aufgaben werden im Einklang mit den individuellen Fähigkeiten im persönlichen Gespräch zugeordnet“, so der 1. FC Union.

Auch interessant

Seit Juli dieses Jahres baut der Verein sich ein neues Profitrainingszentrum zwischen dem Stadion An der Alten Försterei und der Hämmerlingstraße. Damit betritt Union eigenen Angaben zufolge Neuland bei der Schaffung gleicher Bedingungen für alle Profis. „Unser Ansatz lautet: eine Profiabteilung, zwei Mannschaften. Das setzen wir mit unserem neuen Trainingszentrum mit aller Konsequenz um. Beide Profimannschaften, Männer und Frauen, werden hier trainieren und alles vorfinden, was es braucht, um erfolgreich Fußball spielen zu können“, hatte Union-Präsident Dirk Zingler anlässlich des Baubeginns gesagt.

Alte Försterei: Stadionumbau 2008/2009 bleibt in besonderer Erinnerung

„Für uns ist das ein weiterer Meilenstein, der unseren Klub nachhaltig prägen wird. Für den Fußball bedeutet es einen weiteren Schritt in die Normalität, denn die gemeinsame Nutzung von Trainingsanlagen von Männern und Frauen ist in vielen anderen Sportarten längst selbstverständlich. Diese Selbstverständlichkeit wünsche ich mir im Fußball auch“, so Zingler.

Weitere Berichte über Vereine aus Treptow-Köpenick:

Zum wiederholten Male sind die Fans dabei als Bauhelfer gefragt. Besonders in Erinnerung bleibt, wie mehr als 2000 Freiwillige bei der Modernisierung der Alten Försterei 2008/2009 mithalfen und dabei 140.000 Arbeitsstunden vollbrachten. Heute erinnert daran an der südöstlichen Spitze des Stadiongeländes ein Denkmal. Es besteht aus einem rostbraunen Metallzylinder, dem ein überdimensionaler roter Bauhelm mit der Aufschrift „Stadionbauer 2008/2009 – Eisern Union“ übergestülpt wurde. Darauf sind die Namen all jener Fans zu finden, die damals mitgemacht haben.