Köpenick wächst weiter. Jetzt hat die Degewo ihr groß angepriesenes Klimahaus in der Salvador-Allende-Straße 5-5c fertiggestellt. Das teilte das kommunale Wohnungsunternehmen am Dienstag mit. Entstanden sind auf dem Grundstück, das direkt neben der stark frequentierten Kreuzung Salvador-Allende-Straße/ Pablo Neruda-Straße/ Müggelschlößchenweg liegt, insgesamt 112 Wohnungen.
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Die Grundsteinlegung für das achtgeschossige Gebäude fand im Mai 2024 statt, die Bauarbeiten hatten aber bereits 2023 begonnen. Fertiggestellt werden sollte das Gebäude eigentlich im Sommer. Es kam jedoch zu Verzögerungen. Nun sollen im Dezember die ersten Mieterinnen und Mieter einziehen. 56 der Wohnungen sind nach Angaben der Degewo gefördert, mit Mietpreisen ab sieben Euro pro Quadratmeter. Das Klimahaus sei ein „Pilotprojekt für klimafreundlichen Wohnungsbau“ und setze „neue Maßstäbe für Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und soziale Verantwortung“, erklärte die Degewo.
Degewo verfolgt große Ziele – Klimahaus in Köpenick ist Teil davon
„Das Klimahaus ist ein wichtiger Baustein unserer Strategie für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Beim Klimaschutz wollen wir vorangehen und bis 2045 nahezu klimaneutral sein – mit innovativen Lösungen, die auch für zukünftige Generationen Bestand haben“, äußerte sich Degewo-Vorstandsmitglied Sandra Wehrmann.

Errichtet wurde der Neubau in Holzhybridbauweise – mit einem hohen Anteil an Holz in der tragenden Konstruktion und der Gebäudehülle. Die Energieversorgung erfolgt laut Degewo über Photovoltaikanlagen auf dem Dach, die grünen Strom für Wärmepumpen und Hausstrom erzeugen. Nur bei sehr niedrigen Temperaturen wird demnach die Spitzenlast durch Fernwärme gedeckt. Das Dach und das Vordach des Klimahauses sind begrünt, was positive Effekte für das Mikroklima und die Artenvielfalt haben soll.
Mietwohnungen noch verfügbar – wo die Angebote zu finden sind
Wie es weiter heißt, speichert das dezentrale Regenwassermanagement überschüssiges Wasser in Zisternen zur Bewässerung der Außenanlagen oder lässt es über sogenannte Rigolen versickern, ähnlich wie beim Gendarmenmarkt in Mitte. Regenwasser wird somit nicht in die Kanalisation eingeleitet. Außerdem ist der Degewo wichtig zu betonen, dass bei dem Bauprojekt auch die Mobilität mitgedacht wurde. So seien alle Stellplätze im offenen Erdgeschoss für Elektromobilität vorgerüstet worden. Perspektivisch sollen diese durch Carsharing-Angebote ergänzt werden.
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Wer sich für eine Wohnung im Klimahaus interessiert, das direkt an die Großwohnsiedlung Salvador-Allende-Viertel grenzt, sollte die Internetseite der Degewo zu dem Bauprojekt aufrufen. Dort sind aktuell mehrere Inserate zu finden. So werden dort drei verschiedene Einzimmerwohnungen mit jeweils knapp 43 Quadratmetern für eine Warmmiete von 685 bis 877 Euro angeboten. Eine Zweizimmerwohnung mit rund 57 Quadratmetern ist für eine Warmmiete in Höhe von 917 Euro zu haben.




