Das Ausmaß der Verwüstung ist enorm. Die Frontscheibe ist zersplittert. Auf Tische, Stühle und den Fußboden hat sich der Inhalt eines Feuerlöschers wie eine weiße Schneedecke gelegt. Zudem wurde die Kasse mit mehreren Tausend Euro Bargeld geklaut. In den frühen Morgenstunden sind unbekannte Täter am Donnerstag auf dem Gelände der Späth'schen Baumschulen in Treptow-Köpenick in das Gasthaus eingebrochen und haben es schwer beschädigt.
Sie verwüsteten auch die Gartenbar und den Grill, entwendeten Spirituosen. Am Ende wollten die Täter wohl sogar noch einen Brandanschlag verüben. Das vermutet jedenfalls Nick Hamann, Geschäftsführer von Späth's Gasthaus, den die Berliner Morgenpost nur wenige Stunden nach dem schweren Vandalismus telefonisch erreicht. „Es wurde alles großflächig mit Spiritus besprüht“, berichtet er. Vielleicht seien die Einbrecher im letzten Moment noch durch irgendetwas gestört worden.
Vandalismus in diesem Ausmaß „schon großer Stil“
So eine Zerstörungswut hat auch der erfahrene Gastronom noch nicht erlebt. Nick Hamann betreibt in Berlin noch vier weitere Restaurants. Dazu gehören das Berliner Kartoffelhaus am Alexanderplatz, Boltes Steakhaus im Nikolaiviertel, das Alt-Berliner Wirtshaus in der Wilhelmstraße und das Bavaria Berlin, ebenfalls in Mitte. Hamann erinnert sich an einen ähnlichen Vorfall im Kartoffelhaus vor zwei Jahren. Die Polizei konnte die Täter damals allerdings nicht ermitteln. Ihm sei nur gesagt worden, dass es sich dabei um professionelle Banden handle und das Entleeren des Feuerlöschers dazu diene, Spuren zu verwischen.

In Späth’s Gasthaus in Baumschulenweg, das Hamann seit 2021 gemeinsam mit Patrick Carmienke betreibt, sei bislang nur einmal eingebrochen worden. Dabei seien jedoch lediglich ein paar Getränke geklaut worden. „Vielleicht waren das ein paar Jugendliche“, sagt er. „Das hier aber war schon großer Stil.“
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So hoch ist der finanzielle Schaden in Späth's Gasthaus
Für Nick Hamann ist der Vandalismus ein schwerer Schlag. Den entstandenen Schaden schätzt er neben Tausenden Euro Bargeld, die sich in der Kasse befanden, auf eine fünfstellige Summe. Die hofft er nun, von der Versicherung zurückzubekommen. Ebenfalls ärgerlich: Die Täter ließen auch den Computer mitgehen. Darauf gespeichert sind unter anderem alle Reservierungen, jeglicher Kontakt mit Gästen.

Ausgerechnet für diesen Donnerstag lag eine Reservierung für 40 Personen vor. „Da steht man vor einem Desaster“, sagt er. Hamanns Mitarbeiter fingen aber sofort damit an, die bei dem Vorfall nur wenig beschädigte Küche in der Märchenhütte vorzubereiten. Eine Absage sollte es nicht geben. Man habe den Ehrgeiz, die 40 Gäste auch unter diesen Umständen zu bewirten. Ansonsten wurde das Gasthaus jedoch geschlossen.
Welche Konsequenzen der Gastronom aus dem Vorfall zieht
Für Freitag, so hofft Hamann, soll es nach den gröbsten Aufräumarbeiten wieder geöffnet sein. Eine Gebäudereinigungsfirma sollte gleich am Freitagmorgen mit der Reinigung beginnen – was bei dem Löschschaum „ziemlich schwierig“ ist. Jedes Regal und die gesamte Elektrotechnik müsse gereinigt werden. Die Reparaturen werden, so schätzt er, noch Monate dauern. Dafür braucht es Handwerker. Vor allem die dreifach verglaste Tür sei „keine Stangenware“.
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Generell haben Einbrüche und Vandalismus in der Gastronomie zugenommen, wie Nick Hamann beobachtet. Er werde nun in Späth's Gasthaus Veränderungen vornehmen, um das Lokal besser zu schützen. Eine Sorge aber bleibt: „Wenn so etwas öfter passiert, sitzt einem die Versicherung im Nacken.“




