Sie tuckert in gemütlichem Tempo durch den Volkspark Wuhlheide und zaubert mit ihrer schnaufenden Dampflok vielen, die sie sehen, ein Lächeln ins Gesicht. Die Parkeisenbahn Wuhlheide ist ein ganz besonderes Verkehrsmittel in Treptow-Köpenick und hat eine lange Tradition. Inzwischen ist die Infrastruktur jedoch an einigen Stellen ganz schön in die Jahre gekommen und benötigt eine Generalüberholung.

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Wie der Betreiber, die BPE Berliner Parkeisenbahn gGmbH, mitteilt, entspricht der vor vielen Jahrzehnten im Betriebswerk errichtete Bahnsteig nicht mehr den heutigen Ansprüchen. „Insbesondere im Hinblick auf die verfügbare Bahnsteigfläche und Barrierefreiheit“, wie es heißt. Der Bahnsteig sei einst auch nur als temporäre Lösung gedacht gewesen.

Nun wollen die Parkeisenbahner den Bahnsteig neu und barrierefrei bauen und mit neuer Signaltechnik ausstatten. Gleichzeitig sollen die Weichen für eine neue Wagenhalle gestellt werden. „Bei unserem Projekt steht Umweltverantwortung im Mittelpunkt: Der neue Bahnsteig wird nicht versiegelt, sodass Regenwasser natürlich ablaufen kann. Gleichzeitig schaffen wir mit der neuen Wagenhalle Schutz für historische Fahrzeuge, die als Kulturgut für kommende Generationen erhalten werden müssen“, erklärt die BPE GmbH.

Parkeisenbahn Wuhlheide: Wofür das Spendengeld ausgegeben werden soll

Der Betreiber bittet deshalb nun um Spenden, damit dort eine moderne, barrierefreie und sichere Infrastruktur geschaffen werden kann. Diese solle den jungen Eisenbahnern optimale Lernbedingungen bieten und allen Besuchern Freude am Eisenbahnfahren ermöglichen.

 Parkeisenbahn Wuhlheide
Immer wieder mal muss die Infrastruktur der Parkeisenbahn Wuhlheide repariert oder erneuert werden. Im April dieses Jahres wurden beispielsweise, wie hier zu sehen, Bauarbeiten an den Gleisen durchgeführt.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini

Der Finanzierungsbedarf beläuft sich demnach auf 150.000 Euro. Der Großteil, 100.000 Euro, wird für die Bahnsteigkanten benötigt. Mehr als 100 Einzelelemente sollen das Herzstück des neuen Bahnsteigs bilden und für Sicherheit beim Ein- und Aussteigen sorgen. Jeweils 10.000 Euro werden für 100 neue Schwellen für die Gleissanierung, die einen sicheren und ruhigen Fahrbetrieb gewährleisten sollen, für eine wasserdurchlässige Oberfläche, die Regenwasser natürlich ableitet, statt zu versiegeln, und für die technische Ausstattung benötigt. Die restlichen 20.000 Euro sollen in einen neuen südlichen Zugang zum Hauptweg inklusive sicherem Bahnübergang investiert werden.

Im kommenden Jahr steht das 70. Jubiläum an

Zur Geschichte: Die Parkeisenbahn in der Wuhlheide wurde im Juni 1956 nach nur rund sechs Monaten Bauzeit eröffnet. In Vorbereitung der 10. Weltfestspiele der Jugend und Studenten 1973 wurde die gesamte Betriebsanlage generalüberholt, auch der gesamte Wagenpark umgebaut und modernisiert. Die Fahrten führen heute über eine insgesamt 7,5 Kilometer lange Strecke mit acht Bahnhöfen.

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Die Züge fahren vom Hauptbahnhof nahe dem FEZ-Haupteingang an der Straße An der Wuhlheide bis zum S-Bahnhof Wuhlheide. Unterwegs geht es unter anderem vorbei am FEZ-Berlin, der Parkbühne und dem Badesee.

Hauptgesellschafter der Berliner Parkeisenbahn gGmbH ist der Verein Parkeisenbahn Wuhlheide, der sich für den Erhalt als Freizeiteinrichtung für Kinder und Jugendliche einsetzt, in der Wartung, Pflege und Instandhaltung der Fahrzeuge tätig ist und bei der Durchführung des Fahrbetriebes auch Personal und vereinseigene Fahrzeuge bereitstellt.