Spätestens ab diesem Donnerstag sollen Trams, Rettungsdienste, Polizei und Feuerwehr wieder unter der einsturzgefährdeten Wuhlheide-Brücke in Oberschöneweide hindurchfahren können. Dies sei der aktuelle Plan, hieß es dem Vernehmen nach. Damit könnte sich die Lage für den Straßenbahnverkehr, aber auch für die Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdiensten schon bald entspannen.

Dank des unermüdlichen Einsatzes der Beteiligten „kann der Bereich des bereits abgerissenen Brückenteils morgen für den Straßenbahnverkehr wieder freigegeben werden“, sagte Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU). Auch für Rettungskräfte, Fußgänger und Radfahrer soll sich die Situation bessern.

Zunächst werden nach Angaben der Verkehrsverwaltung in der Nacht Probefahrten unternommen, dann startet ein Pendelbetrieb und bestenfalls ab Samstag rollen die Straßenbahnen wieder regulär. Ebenfalls ab morgen, voraussichtlich 9 Uhr, können dann auch Rettungswagen, Polizei und Feuerwehr den Bereich passieren, wie es hieß – zumindest in Richtung Treskowallee/Edisonstraße. Dazu sollen Sicherungsposten eine Absperrung öffnen und die Einsatzwagen über die Gleisverbindung fahren lassen. Bislang standen Rettungswagen und Co. auf den Umleitungen häufig im Stau. 

Auch interessant

Sperrung der Brücke sorgte für erhebliche Verkehrsbehinderungen

Die marode Brücke an der Wuhlheide ist seit Montag vergangener Woche komplett gesperrt, also auch für den Verkehr unter dem 245 Meter langen Bauwerk. Das schließt Straßenbahnen, Radfahrer und Fußgänger mit ein. Für den Verkehr auf der Brücke galt schon seit Ende April eine Sperrung. Bei regelmäßigen Prüfungen wurden laut Verkehrsverwaltung zunehmend Risse auf der gesamten Brückenlänge festgestellt. Am Samstag begann dann der Abriss der Brücke.

Folge der Vollsperrung waren erhebliche Verkehrsbehinderungen auf Straße und Schiene. Mehrere Tram-Linien sind derzeit noch unterbrochen. Auf der Köpenicker Seite jenseits der Brücke fahren die Straßenbahnen zurzeit isoliert, also ohne Verbindung zum übrigen Tramnetz. Dies sorgte laut BVG für Herausforderungen, dass es in dem Bereich keine Kapazitäten zur Wartung der Bahnen gibt. Auch Abstellmöglichkeiten abseits der Betriebshöfe mussten organisiert werden.

Weitere Themen aus Treptow-Köpenick:

Spätestens vom morgigen Donnerstag an soll Schluss sein mit dem Inselverkehr. Und auch die Einsatzkräfte sollen in Richtung Treskowallee beziehungsweise Edisonstraße wieder fahren können. Dazu sollen Sicherungsposten den Angaben zufolge im Einsatzfall Absperrungen öffnen und die Rettungs-, Feuerwehr und Polizeiwagen über die Gleisverbindung hindurch lassen. Die Berliner Verkehrsbetriebe wollen demnach am Donnerstagmorgen zunächst mit einem Pendelverkehr starten und spätestens ab Samstag in den Regelbetrieb wechseln.

Bis Autos die Stelle wieder regulär passieren können, dürfte es aber noch eine Weile dauern: „Es werden erste Erleichterungen für den Kfz-Verkehr bis zum 06.06.2025 vorgesehen. Das ist abhängig vom Baufortschritt und den aktuellen Witterungsverhältnissen.“ Derzeit seien sechs von neun Baufeldern abgerissen. Die gesamte Baustelle zum Abriss der Brücke soll spätestens bis zum 27. Juni abgeschlossen sein.

jst/dpa