Klar, in den Berliner Parks kostenlos Sport treiben, das kann jeder ganz einfach. Wer dabei jedoch in Gemeinschaft sein und eine professionelle Anleitung bekommen will, muss schon genau auf die Suche gehen. Orientierung bietet das Online-Portal des Vereins Stadtbewegung. Auf der Internetseite stadtbewegung.de/map können Interessierte die verschiedenen Angebote nach den einzelnen Bezirken filtern.
Unterstützt werden die Angebote des Vereins durch „Berlin bewegt sich“ und „Sport im Park inklusiv“. Bei „Berlin bewegt sich“ handelt es sich um ein niedrigschwelliges, kostenfreies, flächendeckendes, persönlich betreutes sowie für jeden zugängliches Rahmenprogramm der Senatsgesundheitsverwaltung. „Sport im Park inklusiv“ ist ein Förderprogramm der Senatssportverwaltung für mehr Bewegung und Gesundheit im Land Berlin. Es wurde vor acht Jahren eingeführt. Seitdem haben bereits mehr als 150.000 Menschen eines der Angebote wahrgenommen. Allein 2023 seien es mehr als 45.000 Aktive gewesen, was zeigt, dass der Zulauf größer wird.
Sport im Park: Berliner benötigen keine Vorkenntnisse
Die Angebote sollen Berlinern quasi direkt vor ihrer Haustür kostenlose, unverbindliche und gesundheitsorientierte Bewegungsangebote in Gemeinschaft ermöglichen – und das alles ohne Vorkenntnisse oder spezielle Ausrüstung und Kleidung. Sie laufen bis Oktober in dutzenden Parks, Grünflächen und auf öffentlichen Plätzen. Mehr als 250 gibt es über die Stadt verteilt. Es gibt auch einen besonderen Fokus auf die Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung. Dafür werden Übungsleiter aus Sportvereinen extra geschult.
Einer der Hotspots der kostenlosen Sportangebote ist der Görlitzer Park in Kreuzberg. Dort werden beispielsweise Kung Fu, Yoga-Fitness im Alter, Tanz und Pilates angeboten. Auf der Halbinsel Stralau in Friedrichshain gibt es die Möglichkeit, beim Nordic Walking mitzumachen, Tischtennis, Boule oder Kubb zu spielen. Bei Kubb handelt es sich um ein Geschicklichkeitsspiel auf Rasen, wobei zwei gegeneinander antretende Teams die Holzklötze des jeweils anderen mit Wurfhölzern umwerfen müssen.
Wer etwas Neues kennenlernen möchte, kann im Park am Gleisdreieck in die chinesische Bewegungskunst Taiji Chan eintauchen. Ein regelmäßiges Qigong-Treffen gibt es auf dem Mariannenplatz.
Kostenlose Sportangebote wowohl in der City als auch am Stadtrand
Auf dem Zeppelinplatz in Mitte besteht die Möglichkeit, unter Anleitung Cardio-Fitness oder Training zur Stärkung der Rückenmuskulatur zu machen. In Neukölln findet regelmäßig Tanzen im Park auf der Lessinghöhe statt, ohne dass dabei Schritte gelernt werden müssen. Auf dem Tempelhofer Feld werden Pilates, Rückengymnastik und Taichi Qigong, in der Hasenheide unter anderem Calisthenics – eine Art modernes Geräteturnen – und Spaziergänge mit integrierten Kraft- und Balanceübungen angeboten.
In Lichtenberg stehen Ballspiele im Vordergrund. Am Warnitzer Bogen sind beispielsweise Tischtennis, Boccia und weitere Bewegungsspiele möglich. Wer einfach nur Übungen mit dem eigenen Körpergewicht ausführen möchte, kann sich im Peter-Witte-Park am Rathaus Reinickendorf einer Übungsleiterin anschließen.
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Von den Bezirken am Stadtrand ist Treptow-Köpenick besonders gut vertreten. Dort gibt es zahlreiche kostenlose Angebote. Zum Beispiel haben Fitnessfans im Volkspark Wuhlheide die Möglichkeit, sowohl allgemeine Fitness als auch Hula-Hoop-Fitness mitzumachen. Auf der Wiese vor dem Gelände der Treptower Rudergemeinschaft in Baumschulenweg besteht die Option, Yoga oder Qigong direkt am Wasser auszuprobieren. Und im Treptower Park lädt eine Trainerin zu Entspannungsübungen für Körper, Geist und Seele ein.
Viele der Angebote finden wochentags sowohl am Vormittag als auch im Nachmittag, manche auch an den Wochenenden statt.



