Bereits am 14. April, der als Gründungsdatum im Jahr 1754 gilt, ist Adlershof 270 Jahre alt geworden. Am kommenden Sonnabend wird dieses Jubiläum nun auch gebührend gefeiert. Nach der großen mehrtägigen Party „275 Jahre Grünau“ im Juni ist es das zweite große Ortsteiljubiläum in Treptow-Köpenick in diesem Jahr, allerdings mit wesentlich kleinerem Programm.
„Es geht uns darum, ein Fest zu veranstalten, wo sich die Adlershofer treffen können, um die alte Tradition wieder aufleben zu lassen“, erklärt Susanne Barthelmes. Sie ist Sprecherin des Festkomitees Adlershof, einer Gruppe ehrenamtlich engagierter Menschen aus der Gegend, die das Herbstfest mit Unterstützung des Heimatvereins Köpenick organisiert. Zuvor sei dieses fünf Jahre lang ausgefallen, zuletzt 2019 durchgeführt worden. Grund dafür war die jahrelange Sanierung des Kulturzentrums Alte Schule in der Dörpfeldstraße 54, das im vergangenen Dezember vom Bezirksamt wiedereröffnet wurde.
Ortshistoriker hat Bücher über die Geschichte von Adlershof geschrieben
Nun steht das Kulturzentrum wieder als Austragungsort zur Verfügung – für das mittlerweile 24. Herbstfest in Adlershof, das dieses Mal mit dem Jubiläum verknüpft wird. Die Idee, dieses wieder zurückzuholen, sei ihr im Herbst 2023 gekommen, berichtet Susanne Barthelmes. Das Festkomitee habe verschiedene Vereine und Institutionen aus dem Ortsteil gewinnen können, die sich und ihre Arbeit bei dem Fest vorstellen werden.

Auf die Geschichte von Adlershof werde trotz des Jubiläums nicht besonders eingegangen, erzählt die Sprecherin. Allerdings könnten Besucher vor Ort mit dem Ortshistoriker Helmut Prochnow ins Gespräch kommen. Dieser hat im Eigenverlag mehrere Bücher über die Adlershofer Historie geschrieben und verkauft diese auch beim Herbstfest. Das Fest sei auch der Versuch, die beiden Ortsteile von Adlershof, die durch die Bahntrasse getrennt werden, zusammenzubringen, erläutert Susanne Barthelmes.
Herbstfest unter der Schirrmherrschft von Bürgermeister Oliver Igel
Geplant sind verschiedene Programmpunkte von 11 bis 19 Uhr vor dem Kulturzentrum. So wird es unter anderem eine Jongliershow, Live-Musik von der Adlershofer Band „In the Mood“ und der Joseph-Schmidt-Musikschule, der Coverband „The Second Woods“ sowie der Songwriterin Leona Heine geben. Die Einnahmen eines parallel dazu laufenden Flohmarkts werden an die Berliner Tafel gespendet. Das Bühnenprogramm moderiert der angehende Schauspieler Moritz Russ, der in Adlershof sehr engagiert ist und dort immer wieder informative Rundgänge anbietet.

Vertreten sind außerdem die Polizei Berlin mit einem Infostand rund ums Thema Sicherheit, der Naturschutzbund, der Technologiepark Adlershof sowie weitere Vereine und Bürgerinitiativen. Auch für ein Catering wird gesorgt. Das Herbstfest steht unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Oliver Igel (SPD). Die Finanzierung basiert auf dem Kiezfonds des Lebendigen Zentrums Dörpfeldstraße und auf Spenden aus dem Kiez.
Planungen für Fest in Adlershof für kommendes Jahr bereits aufgenommen
Gleichzeitig findet ab 12 Uhr auf dem Außengelände der fußläufig zu erreichenden Verklärungskirche in der Arndtstraße 11-15 ein Kinderfest statt, das Susanne Barthelmes selbst veranstaltet. Aufgebaut werden dort beispielsweise eine Hüpfburg, ein Schminkbereich, Torwandschießen, ein Eiswagen, eine Reparaturstation für Kinderfahrräder und verschiedene Spielangebote.
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Barthelmes hofft auf viele Besucher aus der Region. Das Festkomitee habe dafür extra plakatiert und Flyer verteilen lassen. Sie plant allerdings auch jetzt schon weiter voraus. So soll das Herbstfest Adlershof auch im kommenden Jahr stattfinden – und falls es gut läuft, wird dann in fünf Jahren „275 Jahre Adlershof“ vielleicht genauso groß gefeiert, wie es dieses Jahr Grünau vorgemacht hat.



