Wer den Hintergrund nicht kennt, könnte meinen, es handle sich um ganz normale Kinderbilder. Das sind sie jedoch nicht. Was die Galerie KungerKiez in Alt-Treptow, Karl-Kunger-Straße 15, in einer neuen Ausstellung zeigt, sind Bilder von Kindern, die vor dem russischen Angriffskrieg aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet sind.
Entstanden sind die Bilder nach dem Kriegsausbruch am 24. Februar 2022 im Berliner Hauptbahnhof, wo die geflüchteten Kinder nach ihrer Ankunft Bilder malen konnten. Diese wurden anschließend digitalisiert und werden nun in der Ausstellung „1.000 Bilder geflüchteter Kinder“ in der Galerie mit einem Beamer an die Wand projiziert.
Alt-Treptow: Bilder von geflüchteten Kindern aus der Ukraine bewegen
„Kinder malen die Welt, spielerisch, kindlich zeigen sie uns ihre Wahrnehmung. Die Werke der Kinder sollen uns an diese wichtigen Weltbürger*innen erinnern, die nicht gefragt wurden, ob es Krieg geben soll, und uns an eines der wichtigsten Wirklichkeiten für eine gesunde Entwicklung des Menschen erinnern: den Frieden“, heißt es in der Ankündigung der Galerie. Eines der Bilder zeigt beispielsweise einen Krankenwagen, der bei Gewitter über die Straße fährt.
Bilder von geflüchteten Kindern aus der Ausstellung
Über den gesamten Ausstellungszeitraum können in der Galerie weitere Bilder gemalt werden – als Antwort, Anteilnahme und Auseinandersetzung mit dem Thema. Es handelt sich um ein Projekt von Künstler und Podcaster Udo Berndt mit Unterstützung von Michael Zieboll, Claire Fristol, Diana Stoffels und Nicole Berndt-Caccivio.
Die Vernissage findet am Sonnabend, 7. September, um 19 Uhr statt. Anschließend ist die Ausstellung bis zum 28. September immer Donnerstag bis Sonntag von 15 bis 19 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.
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