Eine Weltkriegsbombe, die bei Bauarbeiten in Rahnsdorf gefunden worden war, ist am Donnerstag erfolgreich entschärft worden. Wie die Polizei bei Twitter mitteilte, wurde der Zünder der russischen 100-Kilo-Fliegerbombe von Spezialisten des Landeskriminalamts (LKA) entfernt und anschließend kontrolliert gesprengt.
"Der Sperrkreis ist wieder freigegeben und alle Betroffenen können zurück in ihre Wohnungen", teilte die Polizei mit. Der ungefährliche Rest der Bombe komme jetzt auf den Sprengplatz Grunewald, hieß es weiter.
Einsatzkräfte der Polizei hätten im Verlauf des Vormittags 155 Menschen in einem Umkreis von rund 500 Metern in Sicherheit gebracht, drei davon mit einem Krankentransport. Die Evakuierung waren den Angaben zufolge teils umständlich gewesen, weil die Beamten in den örtlichen Kleingartenanlagen von Tür zu Tür gingen und nach Bewohnern Ausschau hielten.
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Mehr als 4000 Blindgänger liegen noch in Berlins Boden
In einigen Teilen von Berlin steht wegen gefundener Blindgänger immer wieder das Leben für ein paar Stunden still. Im Schnitt würden er und sein Team acht Weltkriegsbomben im Jahr unschädlich machen müssen, sagte Dietmar Püpke, Leiter des Kampfmittelräumdienstes der Berliner Polizei, im Mai der Berliner Morgenpost. Nach Hochrechnungen liegen noch 4000 bis 4600 von ihnen in Berlins Erde.

Wie viele Bomben bereits entschärft wurden, ist auch nicht abschließend bekannt. Eine Statistik für Berlin wird erst seit dem 1. Januar 1948 geführt und zählt bis heute 1211. Allerdings wurden bis 1990 nur die Zahlen für Westberlin erfasst (825), nicht aber für den Ostteil der Stadt. Schätzungen gehen heute davon aus, dass die Feuerwerker dort bis zur Wiedervereinigung etwa genau so häufig ausrücken mussten wie im Westen, was in Summe also etwas mehr als 2000 Entschärfungen bedeuten würde.
BM



