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Ahlberg weiht neue Halle ein und hofft auf Tesla

Der Metalltechniker Ahlberg aus Adlershof liefert vor allem an Autobauer – und will nun Tesla als neuen Auftraggeber gewinnen.

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop eröffnet mit Firmenchef Mario Ahlberg die neue Halle in Adlershof.

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop eröffnet mit Firmenchef Mario Ahlberg die neue Halle in Adlershof.

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE Foto Services

Berlin. Das mittelständische Metalltechnik-Unternehmen Ahlberg hat am Freitagvormittag in Adlershof den Neubau einer Halle in Betrieb genommen. In dem für rund 1,5 Millionen Euro errichteten Hochbau sollen Flächen für die Fertigung und die Logistik geschaffen werden, sagte der Geschäftsführer des Unternehmens, Mario Ahlberg. Der Mittelständler sitzt seit dem Jahr 2015 in Adlershof. Im vergangenen Jahr erzielte die Firma einen Umsatz von fast 19 Millionen Euro. Zu den Kunden zählt vor allem die Automobilindustrie. Daimler ist nach Angaben von Ahlberg der größte Einzelabnehmer des Unternehmens. Ahlberg produziert Metallbauteile, die unter anderem im Motorenbau Verwendung finden.

Geschäftsführer Mario Ahlberg sagte, der Grundstein für den Neubau sei im vergangenen Jahr gelegt worden, einige Stunden nachdem der US-Elektroautobauer Tesla verkündet hatte, in Grünheide vor Berlin ein neues Werk zu bauen. Tesla sei ein potenzieller Kunde für sein Unternehmen, so der Geschäftsführer. „Bitte unterstützen Sie die Berliner Industrie und die Berliner Zulieferer mit Kontakten zu Tesla“, sagte Ahlberg mit Blick auf Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), die die neue Halle eröffnete.

Pop sagte, sie sei überzeugt, dass es gute Nachrichten brauche in diesen Zeiten – und die Eröffnung des Neubaus sei eine solche. Mit Blick auf Tesla erklärte Pop, die geplante Gigafactory sei wichtig für die Region und bringe einen Schub für die hiesigen Automotive-Unternehmen. „Daran sollen und müssen alle in der Region teilhaben“, so Pop.

Wegen der weiteren Ausbreitung der Corona-Pandemie waren die Umsätze von Ahlberg im ersten Halbjahr gesunken. Weil zeitweise der Hauptabnehmer Daimler seine Werke geschlossen hatte, seien die Umsätze um bis zu 40 Prozent zurückgegangen, sagte Chef Mario Ahlberg. Unter anderem hätte ein Kredit der Förderbank KfW geholfen, diese schwierige Zeit zu überstehen. Ahlberg, 2004 gegründet, beschäftigt inzwischen 160 Mitarbeiter. Pop übergab auch Schultüten an neue Lehrlinge, die Anfang September ihre Ausbildung begonnen hatten.