Adlershof

„Wohnen am Campus“ für Studierende und Familien

Das kommunale Wohnungsunternehmen Howoge setzt den ersten Spatenstich für ein Quartier mit 505 Wohnungen in Adlershof.

So soll das Howoge-Bauvorhaben in Adlershof aussehen. Im Herbst 2022 sollen die ersten Mieter einziehen.

So soll das Howoge-Bauvorhaben in Adlershof aussehen. Im Herbst 2022 sollen die ersten Mieter einziehen.

Foto: c Vizoom für blocher partners (Blocher GmbH)

Berlin. Baustart für das bislang größte Bauvorhaben des kommunalen Wohnungsunternehmens Howoge: Auf einer Brache am Rande des Technologieparks Adlershof sollen bis Herbst 2022 elf Wohnhäuser, eine Kita sowie 1000 Quadratmeter Gewerbefläche entstehen. Von den insgesamt 613 Wohnungen sollen 108 nur 25 Quadratmeter kleine Mikro-Apartments für Studierende sein.

„Mit dem Projekt ‚Wohnen am Campus‘ schaffen wir ein urbanes Quartier mit unterschiedlichen Nutzungen“, sagte Ulrich Schiller, Geschäftsführer der Howoge, am Montag anlässlich des ersten Spatenstichs. Nach Plänen des Architekturbüros Blocher Partners entstehe ein klimafreundliches Gesamtkonzept mit Fotovoltaik, CO2-freiem Mieterstrom und energiesparender Anlagetechnik. Das Wohnraumangebot richte sich an alle Generationen und Bevölkerungsgruppen.

Die Hälfte der 505 Mietwohnungen soll nach Auskunft von Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) als geförderter Wohnraum zu Einstiegsmieten ab 6,50 Euro, beziehungsweise 8,20 Euro pro Quadratmeter vermietet werden, die andere Hälfte zu durchschnittlich unter zehn Euro pro Quadratmeter. „Die Howoge leistet damit einen weiteren wichtigen Beitrag zur Schaffung von leistbarem Wohnraum in unserer Stadt“, sagte die Senatorin.

Das neue Quartier an der Hermann-Dorner-Allee Ecke Karl-Ziegler-Straße orientiere sich städtebaulich sowohl am Forschungscampus als auch am Landschaftspark. „Das Erdgeschoss bildet markante Bögen, die an typische Berliner Stadtbahnbögen denken lassen“, sagte Architekt Dieter Blocher über die Gestaltungsidee. Während die Häuser entlang der Karl-Ziegler-Straße einen geschlossenen Block bilden, sei das Innere des Ensemble „spielerisch und offen“. Aufgelockerte Wohnblöcke mit Holzfassaden und großzügige Gärten stellten Beziehungen zum Landschaftspark her. Die einzelnen Häuser sind versetzt angelegt und bilden sechs öffentliche Höfe mit Spielbereichen, Bänken und Erholungsflächen. Die Kita sei für rund 75 Kinder ausgelegt und verfüge über einen großzügigen Garten. Bis 2026 will die Howoge ihr Portfolio von derzeit 62.000 Wohnungen durch Neubau und Ankauf auf 75.200 erweitern.