Verbindung über die Spree

Berlins älteste Fährlinie F11 ist gerettet - vorerst

Ursprünglich wollte der Senat die Linie zwischen Baumschulenweg und Schöneweide Ende 2017 einstellen. Nun gibt es gute Nachrichten.

Berlins älteste Fährverbindung bleibt zumindest ein weiteres Jahr bestehen: Die Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr habe am Mittwoch beschlossen, die BVG-Fährlinie F11 wenigstens ein Jahr lang weiter zu betreiben, teilte der SPD-Abgeordnete Lars Düsterhöft auf seiner Facebook-Seite mit.

Ursprünglich sollte der Fährverkehr zum Ende des Jahres beendet werden, weil einige Hundert Meter weiter flussaufwärts gerade die Minna-Todenhagen-Brücke über die Spree gebaut wird. Diese sollte nach den Vorstellungen des Senats den Übersetzverkehr über die Spree mit der Fähre überflüssig machen. Die Senatsverwaltung wolle den Fährbetrieb nun aber parallel zur neuen Buslinie vom Bahnhof Baumschulenweg nach Oberschöneweide weiterlaufen lassen und die Entwicklung der Fahrgastzahlen abwarten, teilte Düsterhöft mit.

"Ich finde, das ist eine super Nachricht für Oberschöneweide, Baumschulenweg und ganz Treptow-Köpenick", schreibt Düsterhöft auf seiner Facebook-Seite. In den vergangenen Wochen hatten Anwohner und Fans der Fähre Tausende Unterschriften für den Erhalt der Verbindung gesammelt. Eine Liste mit 4800 Unterschriften hatte SPD-Politiker Düsterhöft vor einigen Tagen Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner (Grüne) übergeben.

Die Fährlinie besteht seit 1896. Sie wurde damals zur Gewerbeausstellung eingerichtet. Heute verkehrt die Fähre unter der Flagge der BVG. Seit 2014 ist sie als moderne Solarfähre unterwegs.

Mehr zum Thema:

Wie ein ganzer Kiez um Berlins älteste Fährlinie kämpft

© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.