Man darf die Kurfürstenstraße zweifelsohne als Risikogebiet in Berlin bezeichnen. Die Gegend in Schöneberg bleibt wegen hoher Kriminalität, Drogenmissbrauch und Straßenstrich auch ein großer Problembereich. 3560 Straftaten zählte die Polizei im Umfeld der Kurfürstenstraße von Januar bis Anfang Oktober dieses Jahres. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine CDU-Anfrage hervor.

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Die meisten Taten waren Diebstahl, Körperverletzung, Bedrohung und Einbruch. Dazu kamen Drogendelikte. Aber es gab auch häufig Fälle von Hausfriedensbruch, Raubüberfälle und Sexualstraftaten.

Offener Drogenkonsum, Vermüllung, Straftaten

Seit Jahrzehnten versuchen die Behörden, die Lage mit zahlreichen Sozialmaßnahmen in den Griff zu bekommen – offensichtlich vergeblich. Anwohner beschweren sich nach Angaben des Senats und des Bezirksamtes immer wieder über die „stark zunehmende Drogen- und Obdachlosenszene“ sowie die Straßenprostitution. Folgen seien Vermüllung, Straftaten und offener Drogenkonsum, was wiederum zu einer Verschlechterung des Sicherheitsgefühls in der Nachbarschaft führe. 

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Aber auch die Prostituierten, überwiegend aus Ungarn, Bulgarien und Rumänien, leiden ihren Angaben zufolge unter der Drogenszene und deren Begleiterscheinungen. So heißt es in der Antwort des Senats: „Sie berichteten, dass sich die Situation im Kiez durch die gestiegene Anzahl von Drogenabhängigen vor Ort verschärft hätte. Diese würden konsumbedingte Ausfallerscheinungen zeigen, die Umgebung vermüllen, lautstarke Unterhaltungen und Auseinandersetzungen führen, was zunehmend als bedrohlich wahrgenommen werde.“

Kinder werden auf dem Nachhauseweg begleitet

Um Kinder und Jugendliche auf dem Gelände einer Jugendfreizeiteinrichtung zu schützen, musste extra ein hoher Zaun gebaut werden. Teilweise müssten Kinder und Jugendliche auf dem Weg nach Hause ein Stück von Sozialarbeitern oder älteren Jugendlichen begleitet werden. 

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Die „öffentliche Verelendung“ belastet die Kinder und Jugendlichen des Jugendklubs, hieß es. „Herumliegende Drogenutensilien und Verschmutzungen sind besonders für Kinder, Jugendliche und Familien gefährlich.“ Neuere Drogen führten inzwischen dazu, dass die Süchtigen schlechter einschätzbar seien. „Sie befinden sich nach dem Konsum längere Zeit in wahnhaften Zuständen.“

dpa