Die Fast-Food-Kette „Risa-Chicken“ ist in Berlin mittlerweile eine echte Größe geworden. Zwölf Filialen hat das Unternehmen nach eigenen Angaben. Elf in Berlin, eine in Leipzig. Und in Berlin kommt nun eine weitere dazu. Und zwar an einem ungewöhnlichen Ort: im Stadtbad Schöneberg.

Demnach übernimmt der Hähnchen-Griller demnächst den Imbissbetrieb in dem Schwimmbad. Künftig gibt es in dem Stadtbad also nicht wie sonst üblich Bratwurst und Bulette. Sondern frittiertes Hähnchen, Pommes und Krautsalat. Dass eine Fast-Food-Kette einen Imbiss in einem Berliner Schwimmbad übernimmt, ist durchaus ungewöhnlich und bisher wohl einmalig.

Pressetermin im frisch sanierten Stadtbad Schöneberg
Frisch saniert: Das Stadtbad Schöneberg soll am 26. August wiedereröffnen.© Jens Kalaene/dpa | Jens Kalaene

Das Stadtbad Schöneberg, das den Beinamen „Hans Rosenthal“ trägt, wurde in den letzten zwei Jahren teilsaniert. Die Arbeiten sind nun abgeschlossen. Aktuell befindet sich das Bad noch im Probebetrieb. Am 26. August soll es wiedereröffnen – mit mehreren Neuerungen.

Neue Becken und Anlagen im Stadtbad Schöneberg – und neuer Imbiss

Laut den Berliner Bäder-Betrieben wurden die Becken und Whirlpools erneuert. Auch Filteranlagen und Wasseraufbereitung wurden ausgetauscht. Ebenso wie die Lüftungsanlage. Insgesamt 14 Millionen Euro hat die Teilsanierung gekostet.

Eine Besonderheit war dagegen bisher noch nicht bekannt: der neue Imbissbetreiber. Neben dem Schwimmbad, vom Heinrich-Lassen-Park aus, wird er bereits sichtbar. Durch die Fensterscheibe glänzt der „Risa“-Schriftzug. Am Montagnachmittag waren Arbeiter zu sehen, die im Laden den letzten Feinschliff durchführten. Wände wurden rot gestrichen. Die Deckenbeleuchtung inspiziert. Ob die neue Filiale zeitgleich mit dem Stadtbad eröffnet, ist aber noch unklar.

"Risa-Chicken" bald auch im Stadtbad Schöneberg. Der Schriftzug leuchtet schon durch die Scheibe.
„Risa-Chicken“ bald auch im Stadtbad Schöneberg. Der Schriftzug leuchtet schon durch die Scheibe.© BM | Leonard Laurig

Die Berliner Bäder-Betriebe bestätigten auf Anfrage, dass „Risa“ der neue Imbissbetreiber im Stadtbad Schöneberg werde. Zur Eröffnung könne man allerdings nichts sagen. Die Geschäftsführung von „Risa“ war für die Berliner Morgenpost zunächst nicht erreichbar. Fest steht: Wer hier künftig frittiertes Hähnchen essen will, muss das Stadtbad besuchen. Einen separaten Eingang gibt es nämlich nicht.

Die erste „Risa Chicken“-Filiale eröffnete 2004 auf der Sonnenallee in Neukölln. Seitdem geht es für das Unternehmen bergauf. Ein Dutzend Filialen kamen bereits dazu. Das Besondere am Angebot: Hier gibt es frittiertes Hähnchen, aber auf arabische Art. So wird neben den üblichen Soßen auch Hummus angeboten. Das Fleisch ist zudem „halal“. Das heißt, die Hühner werden nach islamischen Regeln geschlachtet.

Wegen des ähnlichen Angebotes wird „Risa Chicken“ oft auch als „arabischer KFC“ bezeichnet. In Anspielung auf den US-amerikanischen Fast-Food-Riesen Kentucky Fried Chicken.