Das „BB Hotel“ in der Fuggerstraße 13 in Schöneberg soll nicht länger als Notunterkunft für obdachlose Menschen genutzt werden. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat die Belegungsempfehlung zur ordnungsrechtlichen Unterbringung widerrufen. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der CDU-Abgeordneten Katharina Senge hervor. Der Standort soll nun schrittweise aufgegeben werden. Andere Bezirke, die zuvor Menschen dort untergebracht hatten, haben die Belegung der Unterkunft eingestellt.

Das Hotel war zuletzt immer wieder in den Fokus von Polizei und Ordnungsbehörden geraten. Anwohner hatten sich zunehmend über Lärm, Müll und Konflikte mit den Bewohnern beschwert. Seit 2015 war die Unterkunft in Betrieb. Damit sollte obdachlosen Menschen ursprünglich eine Übernachtungsmöglichkeit geboten werden. Das Projekt war als pragmatische Notlösung gedacht.

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Beschwerden über queere Übergriffe im „Regenbogenkiez“

Zuletzt waren vermehrt Großfamilien aus Rumänien und Bulgarien in dem Hotel untergebracht. Der Streit mit der Nachbarschaft eskalierte zunehmend. Anwohner des traditionell queeren Nollendorfkiezes berichteten unter anderem von queerfeindlichen Pöbeleien und körperlichen Übergriffen. Selbst überregionale Medien berichteten über die Zustände.

Wie aus der Antwort des Berliner Senats hervorgeht, wurde die Berliner Polizei innerhalb eines Jahres zu 97 Einsätzen zu der Adresse in der Fuggerstraße gerufen. Unter anderem wegen Ruhestörungen, Hausfriedensbruchs und Körperverletzungen. Auch Verdachtsfällen von Schwarzarbeit, Kindeswohlgefährdung und Prostitution war die Polizei dort zuletzt nachgegangen. Zumindest die Nutzung des Hotels als Prostitutionsstätte konnte jedoch nach polizeilicher Überprüfung nicht bestätigt werden.