Die Langenscheidtbrücke in Tempelhof-Schöneberg wird noch länger für den Autoverkehr gesperrt bleiben. Das teilte die Senatsverkehrsverwaltung der Berliner Morgenpost auf Anfrage mit. Überprüfungen hätten bestätigt, dass die Tragfähigkeit der Brücke wohl beeinträchtigt ist und sie hohe Verkehrsbelastungen möglicherweise nicht mehr tragen kann.

Mitte Dezember war unter der Langenscheidtbrücke ein Feuer ausgebrochen. Laut Feuerwehr hatten verschiedene Gegenstände sowie Unrat gebrannt. Durch die große Hitzeeinwirkung sei möglicherweise auch die Fahrbahnplatte beschädigt worden. Dieser Verdacht habe sich nun erhärtet, teilte die Senatsverwaltung mit. Daher seien „umfassende Maßnahmen mit erheblichem Planungsaufwand“ notwendig. Die Brücke könne damit erst „voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres 2027“ für den Autoverkehr wieder freigegeben werden.

Fahrbahnplatte muss eventuell ausgetauscht werden

Ob die Fahrbahnplatte und andere Teile der Stahlkonstruktion tatsächlich ausgetauscht werden müssen, werde nun untersucht. In jedem Fall müssten unter anderem der Korrosionsschutz der Stahlkonstruktion instandgesetzt sowie Kabeltrassen unter der Brücke erneuert werden. Diese waren bei dem Feuer beschädigt worden. Dazu seien Betonarbeiten und die Erneuerung des Vogeleinflugschutzes notwendig.

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Die Standsicherheit des Bauwerkes sei jedoch nach wie vor nicht gefährdet. Für den Fuß- und Radverkehr ist die Brücke daher weiter zugänglich. Das solle nach Möglichkeit auch während der Reparaturarbeiten so bleiben. Auch der S-Bahn-Verkehr, der unter der Brücke hindurchführt, werde nach heutigem Stand davon nicht beeinträchtigt.

Die Fahrbahn der Langenscheidtbrücke wurde erst kürzlich in eine Fahrradstraße umgewandelt. Die Brücke verbindet die Langenscheidtstraße mit der östlich gelegenen Monumentenstraße.