Berlin braucht weiteren Platz für Flüchtlinge. Die Containerunterkunft auf dem Tempelhofer Feld hat ihre Kapazitätsgrenze erreicht, weshalb nahe des Eingangs am Columbiadamm Erweiterungsbauten in Holzbauweise entstehen sollen. Bis zu 1100 Menschen sollen dort Platz finden. Mit der Eröffnung wird 2028 gerechnet.
Auf der dafür vorgesehenen Fläche befindet sich aktuell die „Nuture Art Minigolfanlage“ samt angeschlossenem Kunstprojekt. Wie die Betreiber gegenüber dem Nachrichtenportal T-Online bestätigten, haben sie von der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) bereits die Kündigung erhalten. Zurzeit fänden bereits Vermessungsarbeiten für die Erweiterungsbauten statt.
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Der Bauantrag für die Erweiterung wurde noch nicht einmal eingereicht
Neben der Minigolfanlage soll auch eine Grillwiese weichen. Für beides sollen laut „Tagesspiegel“ neue Flächen auf dem Tempelhofer Feld gefunden werden. Trotzdem sind die Betreiber der Minigolfanlage verärgert. Ihnen sei zugesichert worden, bis Oktober 2026 am bisherigen Standort weitermachen zu können. „Plötzlich musste alles schneller gehen, die Baumaßnahmen sollen im Juni beginnen, aufgrund derer wir weichen müssen“, sagte Christoph Ernst, Mitbegründer und Projektleiter von Nuture Art, T-Online. Die Kündigung durch die BIM erfolgte demnach schon zu Ende April.
Mit der von der BIM vorgeschlagenen Ersatzfläche für die Minigolfanlage zeigte sich Ernst laut T-Online zwar zufrieden, die Verantwortlichen seien jedoch nicht in der Lage gewesen, „einen praktikablen Plan für die Herrichtung des Untergrundes zu erstellen“, so Ernst. Auch die Genehmigungsfragen seien für diese Fläche bis heute nicht geklärt worden. „Wir benötigen einen unterschriebenen Vertrag bis zum 1. März, damit wir dann am 15. März mit dem Umzug beginnen können“, sagte Ernst. Gehe alles glatt, könne die Anlage am neuen Standort am 1. Juni eröffnen. Da der Saisonstart allerdings normalerweise bereits Mitte März sei, würden ihnen auf jeden Fall zwölf Wochen inklusive Einnahmen verloren gehen. klagt Ernst.
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Damit nicht genug: Aus einer Antwort der Senatssozialverwaltung auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Julian Schwarze, über die der „Tagesspiegel“ berichtet, geht hervor, dass noch nicht einmal ein Bauantrag für die Erweiterungsbauten eingereicht worden ist. „Die Bauantragstellung befindet sich in Planung, ein genauer Zeitpunkt der Einreichung kann noch nicht benannt werden“, heißt es im Senatsschreiben.
Er finde es „irritierend, dass es noch keine Genehmigungen für die Wohncontaineranlage gibt, aber schon mal Fakten geschaffen werden“, sagte Schwarze dem „Tagesspiegel“. Die Betreiber der Minigolfanlage dürften das ähnlich sehen.
tok




