Der BUND Berlin startet eine Kampagne gegen die Versiegelung von Grünflächen. Unter dem Titel „Grüne Flächen retten – Hitzeschutz jetzt!“ will der Umweltschutzverein an ganz konkreten Berliner Orten, die für den Straßen- oder Wohnungsbau verwendet werden sollen, um eine weitere Asphaltierung und Betonierung von Flächen in Berlin zu stoppen. Laut BUND wird schätzungsweise alle drei Jahre in Berlin einmal die Größe des Tempelhofer Feldes versiegelt.
Zum Auftakt geht es am 19. September von 15.30 bis 17 Uhr bei einer Informations- und Diskussionsveranstaltung im Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor im östlichen Bereich des Tempelhofer Feldes um eben jene ehemalige Flughafenfläche, die immer mal wieder bebaut werden soll. Am 7. Oktober soll das Dreieck Späthsfelde in Treptow-Köpenick Thema sein, wo 2000 Wohnungen, Gewerbebauten und eine große Verbindungsstraße entstehen sollen.
Kernforderungen des BUND Berlin: Mehr Wiesen und Parks und Aufstockung
Die drei Kernforderungen der Kampagne des BUND Berlin lauten, dass Wiesen, Parks, Wälder oder Kleingärten nicht mehr bebaut werden sollen, im Gegenteil sollen neue Parks und Wiesen entstehen. Der dringend benötigte Wohnraum soll stattdessen auf bereits bebauten Flächen geschaffen werden.
Verena Fehlenberg, Referentin für Stadtnaturschutz BUND Berlin: „Grünflächen sind bis zu acht Grad kühler als betonierte und asphaltierte Flächen. Das macht in der Klimakrise einen lebenswichtigen Unterschied.“
Beistand erhält die Position der Umweltschützer von Sebastian Bartels, Geschäftsführer des Berliner Mieterverein: „Wir haben in Berlin genügend versiegelte Flächen, auf denen zehntausende, leistbare Wohnungen gebaut werden können.“ Er denkt dabei an Parkplätze und nicht mehr benötigtes Straßenland. Vor allem sollten aber noch mehr Wohnhäuser aufgestockt und nicht mehr benötigte Büroflächen zu Wohnraum umgebaut werden.



