Ende August ist der Karstadt in Tempelhof Geschichte. Das Berliner Kaufhaus, das vor mehr als 100 Jahren eröffnet wurde, und zuletzt als Filiale der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof firmierte, fällt dem Zusammenbruch des Benko-Imperiums zum Opfer. Wenige Wochen vor der Schließung ist der Andrang noch einmal immens.

Der Grund: „Alles muss raus!“ In der Galeria-Filiale am Tempelhofer Damm gibt es auf einen Großteil des Sortiments satte zweistellige Rabatte. Auch auf bereits reduzierte Ware gibt es noch einmal bis zu 50 Prozent Nachlass.

Leere Regale im Karstadt in Tempelhof
Leere Regale bei Galeria Karstadt Kaufhof in Tempelhof© Funke Foto Service (FFS) | FUNKE Foto Serivces

Galeria Karstadt Kaufhof in Tempelhof: Schnäppchenjäger räumen Regale leer

Die Schnäppchenjäger haben das längst registiert. Wer sich im Kaufhaus umschaut, findet bereits an einigen Stellen leere Regale. Am Montagabend kurz vor Ladenschluss um 19 Uhr bildeten sich noch lange Schlangen vor den Kassen. Ein Hinweis, den alle Kunden dort erhalten: Die Waren sind aufgrund der Schließung vom Austausch ausgeschlossen, können also auch nicht in anderen Filialen oder online zurückgegeben werden.

Plötzlich sind die Kunden da, die das Kaufhaus in den vergangenen Jahren so dringend gebraucht hätte.

Nicht nur die Galeria-Filiale in Tempelhof schließt, auch die Filiale im Ringcenter in Lichtenberg gehört zu den bundesweit 10 Filialen, für die nach der Insolvenz der Warenhauskette Schluss ist. In Berlin konnte Galeria am Standort in Spandau gerettet werden.

bün