Im März dieses Jahres erst bekam der Grazer Platz in Berlin-Schöneberg ein besonderes Element verpasst. Die sogenannte „Rote Bank“ ist nicht nur Sitzmöbel. Sie weist auch auf ein schwerwiegendes gesellschaftliches Problem hin, die Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Ergänzend soll sie auch einen Hinweis zum Hilfetelefon bekommen. Nun hat sich der Bezirk Tempelhof-Schöneberg dem gesamten Platz gewidmet und ihn unter anderem mit neuen Sitzbänken ausgestattet.

Die elf neuen Bänke wurden zum Teil mit Armlehnen versehen. Damit kommt das Bezirksamt dem Wunsch der Seniorenvertretung Tempelhof-Schönebergs nach, die sich diese für ein leichteres Aufstehen gewünscht hatten. Erneuert wurde außerdem der parallel verlaufende Weg auf einer Länge von insgesamt 190 Metern. Entstanden ist eine wassergebundene Wegedecke. Für mehr Barrierefreiheit wurden die Sitzbankbereiche gepflastert. Acht neue Abfallbehälter sollen dazu beitragen, dass der Platz nicht verschmutzt wird.

In Kooperation mit den Berliner Wasserbetrieben hat der Grazer Platz auf seiner Ostseite nun einen Trinkbrunnen, aus dem konstant Trinkwasser sprudelt. Es kann kostenlos genutzt werden. Der Wasserquelle war im Rahmen des Projekts „Trinkbrunnen für die Stadt“ entstanden. Inzwischen gibt es berlinweit schon 222 Stück, meist an öffentlichen Plätzen.

Rumeyplan in Tempelhof erhält derzeit neue Wege und Sitzbänke

Die Planungen für die Umgestaltung des Platzes hat das bezirkliche Straßen- und Grünflächenamt übernommen. Insgesamt wurden 82.000 Euro in den Umbau gesteckt.

„Der Grazer Platz ist eine zentrale Grünfläche und für Nachbar_innen ein wichtiger Ort des Aufenthalts in der dicht bebauten Stadt. Daher freue ich mich, dass wir die Grünfläche nun inklusiver gestalten konnten mit sanierten Wegen, mehr Sitzgelegenheiten und der Aufstellung barrierearmer Bänke“, erklärt die zuständige Bezirksstadträtin Saskia Ellenbeck (Grüne) in einer Mitteilung.

Derzeit wird an einer anderen Parkanlage im Bezirk gebaut, dem Rumeyplan in der Gartenstadt Neu-Tempelhof. Dort haben ebenfalls Arbeiten an den Wegen begonnen. Auch neue Bänke kommen hinzu. Der Rumeyplan gehört zum Gartendenkmal „Parkring Tempelhof“, das ab 1911 angelegt worden war. Der Parkring Tempelhof ist bislang lediglich als „Straßenbegleitgrün“ definiert. Das ändert das Bezirksamt derzeit und widmet die einzelnen Teile in „Grünflächen“ um, um sie Stück für Stück wiederinstandzusetzen.

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